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Nachhaltiger Genuss und Klimaschutz: Klimagourmet 2.0 liefert erstmals auch digitale Aktionen

07.09.2020, 13:30 Uhr

Logo Klimagourmet 2020
Logo Klimagourmet 2020 © Stadt Frankfurt am Main , Foto: Energiereferat
Am Hessischen Tag der Nachhaltigkeit geht es los: Frankfurt Rhein-Main feiert von Donnerstag, 10., bis Sonntag, 20. September, nachhaltigen Genuss und Klimaschutz – und zwar nicht nur in der Region, sondern erstmals auch im Web. Die Programmvielfalt der siebten Klimagourmet-Aktionswoche vereint Online-Koch-Workshops und echte Genüsse, digitale Führungen und reale Entdeckungstouren, Experten im Live-Stream und Nutztiere zum Anfassen nah.

„Was an der einen Stelle Einschränkungen mit sich bringt, kann an der anderen Türen öffnen“, stellt Rosemarie Heilig, Dezernentin für Umwelt und Frauen fest. „Die Akteur*innen aus Frankfurt Rhein-Main haben sich den Herausforderung im Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie gestellt und ein vielfältiges Programm entwickelt, das sich erstmals auf die digitale Welt erweitert. Dafür möchte ich meinen Glückwunsch ausdrücken. In Krisenzeiten dürfen wir nicht vergessen, dass Nachbarschaftlichkeit und Zusammenarbeit, der Schutz der Umwelt und des Klimas essentiell sind. Eine bewusste Ernährungsweise ist ein großer Schritt – und sie macht Spaß, verbindet Menschen und schmeckt!“

Experten setzen sich für Bewusstsein und Bildung ein

Ein thematischer Schwerpunkt liegt auf unabhängigen, regionalen und solidarischen Ernährungsstilen. Foodkooperationen, Direkterzeuger, urbane Gärtner und andere Initativen zeigen, wie sie sich engagieren, und stellen die Schätze aus der Umgebung genussvoll ins Rampenlicht. Auf der Cityfarm kommt das Frühstücksei direkt vom Nest auf den Teller, der Dottenfelderhof lädt zum Mitmachen beim Direkterzeuger ein, Radler erkunden, inwiefern die Stadt Frankfurt „essbar“ ist.

Die Frage, was einzelne gegenwärtige, lokale Konsumentscheidungen mit dem globalen System und der Zukunft des Planeten zu tun haben, entfacht eine wichtige Diskussion. Experten aus Wissenschaft, Forschung, Kultur und Vereinen vermitteln die Zusammenhänge. Die Formate reichen von der Ausstellungsführung im Senckenberg Naturmuseum über eine digitale Präsentation aus der Hochschule Fulda bis zur alljährlichen Lernwerkstatt für Schüler. Die beliebte Klimagourmet-Ausstellung kann wegen organisatorischer Einschränkungen durch Corona diesmal nicht gezeigt werden.

Zero Waste, urbanes Gärtnern, vegane Speisen: klimaschonender Genuss ist vielfältig

„Klimagourmet will nicht nur vermitteln, wie viel Freude nachhaltiger Genuss und Klimaschutz machen, sondern auch Wissen vermitteln“, sagt Paul Fay, stellvertretender Leiter des Frankfurter Energiereferats und einer der Initiatoren von Klimagourmet. „14 Prozent des kompletten CO2-Fußabdrucks eines Deutschen gehen auf das Konto der Ernährung. Das Bewusstsein um die Zusammenhänge stellt die Grundlage für eine souveräne Ernährungsweise dar. Natürlich funktioniert das besonders gut über ein emotionales und alltägliches Thema wie Ernährung.“

Die fleischlose Ernährung ist eines der wichtigsten Merkmale für klimafreundlichen Genuss. Wer sich für ein vegetarisches Gericht entscheidet, mag das aus verschiedenen - beispielsweise tierethischen - Gründen tun und gleichzeitig mindert es den CO2-Fußabdruck. Der Verdauungsapparat einer Kuh produziert das Klimagas Methan. Düngemittel beim Ackerbau, die Regenwaldabholzung für Futtermittel – im Fleischkonsum stecken viele Aspekte, die dem Klima schaden. Saisonales Gemüse, vegane Gerichte, Resteverwertung und noch viel mehr Möglichkeiten schonen die Umwelt und das Klima.

Und wenn die Genießer in Frankfurt und Umgebung schon die klimafreundliche, nachhaltige Kost entdecken, können sie auch gleichzeitig Klimapunkte sammeln und gewinnen. Bei der Challenge des Klima-Bündnisses „Change the Future. Start today!“, an der Einwohner von Montag, 7. September, bis Freitag, 2. Oktober, über ein Online-Tool teilnehmen, treten die Stadt am Main und Gießen gegeneinander an, um sich in der Disziplin des klima- und umweltfreundlichen Lebensstils zu messen. Abschluss ist ein Picknick mit Preisverleihung in der Gewinnerstadt.

Weitere Aktionen liefert das Klimagourmet 2.0-Programm mit Tipps, Hacks und Kniffen für die Müllreduktion, die Permakultur und internationale Kulinarik. Über den Umgang mit spannenden Kräutern, Gewürzen, Bitterstoffen, heimischen und nichtheimischen Gewächsen informieren Workshops, Tutorials, Kochshows sowohl auf digitalem als auch auf analogem Weg. Auch Wettbewerbe, Filmscreenings, ein Tag mit der Biene und sogar eine digitale Weinverkostung finden statt. Die FES führt mit dem Klimagourmet-Lunch in ihre Kantinen einen CO2-reduzierten Speiseplan ein.

Weitere Informationen unter: www.klimagourmet.deExternal Link .

 


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