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Großstadtgesundheitsämter diskutieren in Frankfurt die Themen der Zukunft

24.08.2022, 12:48 Uhr

Digitalisierung, Forschung und Klimakrise –  das sind die drängenden Themen, die die deutschen Gesundheitsämter künftig beschäftigen werden. Welche Aufgaben konkret auf sie zukommen, mit welchen Maßnahmen sie darauf reagieren können und welche Schwerpunkte die Behörden selbst setzen wollen, darüber tauschen sich die Amtsleitungen der Gesundheitsämter aus den 14 größten deutschen Städten am Donnerstag, 25., und Freitag, 26. August, in Frankfurt aus.

„Mit den Themen der Kolleg:innen, die unter anderem aus Berlin, München, Köln, Hannover, Dortmund und Leipzig  zu uns nach Frankfurt kommen, decken wir eine inhaltliche Bandbreite ab, die für einen erheblichen Teil der Bundesbürger:innen relevant ist“, sagt Dr. Peter Tinnemann, Leiter des Gesundheitsamts der Stadt Frankfurt am Main und Initiator der Zusammenkunft. „Unser Treffen hier in Frankfurt steht im Zeichen der Themen von Morgen, es ist der Auftakt, um eine Plattform für einen regelmäßigen Austausch dieser Art zu etablieren. Als Amtsleitungen wollen wir unsere Ämter gemeinsam auf den Weg in die Zukunft bringen. Wir wollen kommende Aufgaben ausdeuten und in die Tat umsetzen.“

Auf der Agenda stehen auch die Vorbereitungen der einzelnen Behörden auf den Corona-Herbst und Winter sowie auf die Gas- und Energiekrise. Diskutiert werden Strategien zur Digitalisierung, es gibt Updates zu den Themen Forschung und Lehre und die Präsenz des Öffentlichen Gesundheitsdienstes an medizinischen Fakultäten. „Unser Ziel ist es, eng mit den Universitäten zusammenzuarbeiten. Die Gesundheitsämter können viel mehr als Daten für Forschungszwecke generieren. Wir haben die Expertise und Verantwortung, um selbst zu forschen“, sagt Tinnemann. „Zudem wollen wir dafür sorgen, den Öffentlichen Gesundheitsdienst verstärkt an die medizinischen Fakultäten zu bringen, gerade erarbeiten wir ein Schwerpunktcurriculum für die Goethe-Universität. Das drängendste Gesundheitsthema aber ist die Klimakrise und deren Folgen für die Gesundheit der Bevölkerung.“

Die Agenda des zweiten Tages widmet sich daher dem Thema Klimakrise und Gesundheit. Nach einer Einführung in das Thema „Planetary Health“ wird Maike Voss, Leiterin des Center for Planetary Health Policy in Berlin, einen Workshop dazu leiten. Er beschäftigt sich mit Handlungsfeldern, Rahmenbedingungen, möglichen Maßnahmen sowie mit Herausforderungen und Chancen für den Öffentlichen Gesundheitsdienst.

„Die Klimakrise ist die größte Herausforderung, die auf uns zukommt. Wir müssen jetzt vom Reden ins Handeln kommen“, sagt Tinnemann. „Ziel ist, konkrete Schritte zu definieren: Was können wir als Ämter beitragen, um möglichst klimaneutral zu arbeiten? Welche Mittel können wir nutzen, um Menschen gesund durch Hitzeperioden zu bringen? All diese Fragen müssen wir uns stellen, um unseren gesetzlichen Aufgaben zum Schutz der Bevölkerung nachzukommen.“