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Sozialdezernentin Birkenfeld: ‚Nachbarschaftliches Engagement macht unsere Stadt lebendig‘

04.12.2020, 13:30 Uhr

Stadträtin Prof. Dr. Daniela Birkenfeld
Stadträtin Prof. Dr. Daniela Birkenfeld © Stadt Frankfurt am Main , Foto: Bernd Euring
Frankfurter Nachbarschaftspreis in fünf Kategorien vergeben – Neue Bewerbungen bereits wieder möglich
Was macht eine gute Nachbarschaft aus und was macht ein Stadtviertel liebenswert? „Es sind die Menschen, die sich um mehr als nur ihre eigenen Belange kümmern, und es sind Treffpunkte, an denen gemeinsames Engagement möglich wird“, sagt Sozialdezernentin Daniela Birkenfeld.

Das Sozialdezernat hat am Freitag, 4. Dezember, zum 19. Mal den „Frankfurter Nachbarschaftspreis“ verliehen. Damit zeichnet es Initiativen aus, die die Stadtteile bereichern und die Identifikation der Bürger mit ihrem Viertel fördern. Coronabedingt kam er in diesem Jahr mit der Post – die Feier im Palmengarten-Gesellschaftshaus, die normalerweise am Jahresende das ehrenamtliche Engagement in den Stadtvierteln würdigt, musste ausfallen. Alle Initiativen, die sich beworben haben, werden sonst dorthin eingeladen.

Der Preis ist Bestandteil des „Frankfurter Programms – Aktive Nachbarschaft“, in dessen Rahmen in mittlerweile 20 Vierteln Quartiersmanager für ein besseres Miteinander sorgen. In diesem Jahr gab es 84 Bewerbungen. Insgesamt gibt es in Frankfurt rund 1000 größere und kleinere Nachbarschaftsprojekte: selbst organisierte Straßenfeste, Konzerte oder Sommerkinos, Spielplatzpatenschaften, Aufräumaktionen, Reparatur-Cafés, Kleidertauschbörsen und Urban-Gardening-Projekte, Blogs, Quartierszeitungen oder Film- und Theaterprojekte – aber auch Nachbarn, die beim Einkauf, den Schulaufgaben oder der Kinderbetreuung helfen. „Ich freue mich jedes Jahr, zu sehen, wie viele Menschen sich in ihrem Umfeld engagieren und dazu beitragen, dass sich auch viele andere dort heimisch fühlen. Das macht unsere Stadt noch lebendiger“, sagt Birkenfeld.

In der Kategorie „Jung und Alt“ wurde die öffentliche „Handysprechstunde“ im Seniorenheim „Oberin Martha Keller-Haus“ am Mühlberg in Sachsenhausen ausgezeichnet. Dort helfen Jugendliche Senioren dabei, ihr Handy oder Tablet zu bedienen, Updates durchzuführen, Guthaben aufzuladen oder WhatsApp-Nachrichten zu versenden. In Preungesheim gewann eine Initiative von drei Müttern den ersten Preis in der Kategorie „Nachbarn für Nachbarn“. Sie geben seit zwei Jahren an einem Spielplatz Spielgeräte an Kinder aus und beleben so den Platz. Im vergangenen Jahr haben sie dort erstmals ein Sommerfest mit Musik und selbstgemachtem Essen sowie einen Flohmarkt organisiert. Ebenfalls auf engagierte Mütter geht die „Bewegungsbaustelle Fechenheim“ zurück. Sie laden im Fechenheimer Norden Kleinkinder wie Grundschüler in eine Turnhalle zur „Bewegungsbaustelle“ ein. Der Sportkreis Frankfurt und eine Stiftung haben das Projekt unterstützt.

In der Kategorie „Kultur vor Ort“ gewann die Theatergruppe „BusStop“ aus Höchst den ersten Preis, die sich seit drei Jahren mit ihrem Programm gegen Rassismus einsetzt. Schon seit mehr als 20 Jahren gibt es das Urban Gardening-Projekt „Tortuga Eschersheim“, das den ersten Preis in der Kategorie „Schöner, bunter, nachhaltiger“ gewonnen hat. Auf einer ehemals tristen Brachfläche vor dem Eschersheimer Wasserturm stehen heute mehr als ein Dutzend selbstgezimmerte Hochbeete. Es gab dort bereits Veranstaltungen zum naturnahen Gärtnern, Adventsfeiern und Kleidertauschpartys. Alle ausgezeichneten Initiativen erhalten ein Preisgeld in Höhe von 1000 Euro. Die Initiativen, die keinen Preis erhalten haben, können sich um eine Projektförderung beim „Frankfurter Programm - Aktive Nachbarschaft“ bewerben.

Im kommenden Jahr wird der Nachbarschaftspreis 20 Jahre alt. Dann soll die Feier wieder im Palmengarten-Gesellschaftshaus stattfinden. Dafür kann man sich jetzt schon bewerben, und zwar noch bis Ende Februar. Teilnahmeberechtigt sind Einzelpersonen und Gruppen aus dem gesamten Stadtgebiet, deren Projekte entweder bereits erfolgreich etabliert sind oder im Laufe des Jahres 2020 realisiert wurden.

Nähere Informationen enthält der Flyer zum Nachbarschaftspreis, der in allen Stadtteilen beispielsweise in sozialen Einrichtungen und Sozialrathäusern ausliegt und auch im Internet unter https://www.frankfurt-sozialestadt.deExternal Link veröffentlicht ist.

Fragen beantwortet das Team „Aktive Nachbarschaft“ im Jugend- und Sozialamt unter nachbarschaftspreis@frankfurt-sozialestadt.deInternal Link per E-Mail.

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