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Appetit auf fair gehandelte Produkte

25.05.2022, 15:05 Uhr

Bastian Bergerhoff, Susanne Rägle, Sascha Hippert, Ursula Artmann, Michele Helms-Brooks und Gunter Volz. ; Foto: Ben Kilb
Bastian Bergerhoff, Susanne Rägle, Sascha Hippert, Ursula Artmann, Michele Helms-Brooks und Gunter Volz. © Stadt Frankfurt am Main , Foto: Ben Kilb

Stadt und Frankfurt UAS warben für Sozial- und Umweltstandards in den Lieferketten

Bananen, Honig, Schokoaufstrich und natürlich Kaffee: Für Viele sind das unverzichtbare Zutaten für einen guten Start in den Tag. Studierende und Mitarbeitende der Frankfurt University of Applied Sciences (Frankfurt UAS) konnten am Dienstag, 24. Mai, ein vielfältiges Frühstück genießen und dabei doppelt Gutes tun: Sich selbst und den Produzentinnen und Produzenten der Waren. Denn die Zutaten stammten aus fairem Handel. Damit ist sichergestellt, dass bei der Produktion und in den Lieferketten die Sozial- und Umweltstandards eingehalten werden. Organisiert haben das Frühstück unter dem Motto „Fair in den Tag“ die im Büro des Stadtkämmerers angesiedelte Koordinierungsstelle Fairtrade der Stadt Frankfurt am Main und die Stabsstelle Nachhaltigkeit der Frankfurt UAS. Die Stadt Frankfurt am Main ist bereits seit 2011 Fairtrade-Town, die Frankfurt UAS ist seit kurzem die erste Fairtrade University in Hessen. Das Frühstück, das Appetit machen sollte auf Produkte aus fairem Handel, war das erste Kooperationsprojekt von Stadt und Hochschule zu diesem Thema.
 
„Wir sind stolz darauf, dass die Stadt Frankfurt am Main bereits seit 2011 Fairtrade-Town ist und leben die damit verbundene Idee“, sagte Stadtkämmerer Bastian Bergerhoff bei einer von der Studierenden Michele Helms-Brooks moderierten Talkrunde. „Unser Ziel ist es, die Beschaffung von Waren und die Finanzanlagen nach fairen Kriterien zu organisieren.“
 
Prof. Susanne Rägle, Vizepräsidentin für Forschung, Weiterbildung und Transfer der Frankfurt UAS, sprach sich dafür aus, die Sichtbarkeit des Themas Fairtrade an der Hochschule zu erhöhen. „Als erste Fairtrade University in Hessen haben wir eine Vorbildfunktion“, sagte sie und ergänzte: „Mit den Aktionen rund um das Fairtrade-Frühstück wollten wir unsere Hochschulangehörigen für das Thema und seine positiven Auswirkungen sensibilisieren und Raum zur Diskussion schaffen.“
 
Ursula Artmann, Sprecherin der Steuerungsgruppe Fairtrade-Stadt Frankfurt, plädierte dafür, auch die politische Botschaft des fairen Handels stärker zu berücksichtigen. „Das Lieferkettengesetz ist bereits ein richtiger Schritt, aber es muss noch weiter verbessert werden.“ Sie gab den Zuhörerinnen und Zuhörern einen Rat für ihren privaten Konsum mit auf den Weg: „Es ist wichtig, kleine Schritte zu gehen. Man kann nicht von heute auf morgen das gesamte Leben auf Fairtrade und Nachhaltigkeit umstellen. Das führt nur zu Frustration.“
 
Sascha Hippert, Studierender der Frankfurt UAS und Mitglied des AStA, hat sich stark dafür eingesetzt, dass seine Hochschule zur Fairtrade University wird. Aus seiner Sicht sind jetzt weitere Schritte nötig: „Ich wünsche mir, dass das Thema Fairtrade auch Einzug in die Lehrveranstaltungen hält. Denn die Studierenden sollten zum Beispiel lernen, den fairen Handel bei Beschaffungsentscheidungen in Unternehmen zu berücksichtigen.“

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