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Eva Sabrina Atlan zur Stellvertretenden Direktorin des Jüdischen Museums Frankfurt ernannt

06.10.2021, 11:33 Uhr

Dr. Eva Sabrina Atlan
Dr. Eva Sabrina Atlan © Stadt Frankfurt am Main , Foto: Jüdisches Museum
Die langjährige Kuratorin für Judaica und Bildende Kunst, Eva Sabrina Atlan, hat zum 1. Oktober die Stellvertretende Museumsleitung am Jüdischen Museum Frankfurt übernommen.

Sie folgt auf Werner Hanak, der zuletzt die zweite Wechselausstellung „Unser Mut: Juden in Europa 1945-48“ als kuratorischer Projektleiter verantwortete, und das Museum aus familiären Gründen verlassen hat. Er arbeitet fortan als stellvertretender Abteilungsleiter für Kultur im Präsidialdepartement des Kantons Basel-Stadt.
 
Eva Sabrina Atlan ist Kunsthistorikerin und betreut seit 2005 die Judaica-Sammlung des Jüdischen Museums sowie die Sammlungsschwerpunkte Zeitgenössische Kunst und Kunst der vergessenen Generation. 2016 wurde sie zur Sammlungsleiterin befördert und verantwortet seither die Entwicklung der Sammlungsstrategie des Museums. Dessen Direktorin, Mirjam Wenzel, sagt: „Dr. Atlan hat sich als Sammlungsleiterin und Ausstellungskuratorin internationale Anerkennung erworben und mit ihrer wissenschaftlichen wie auch museologischen Expertise die Erneuerung des Jüdischen Museums Frankfurt an entscheidender Stelle mitentwickelt und geprägt.“ In den vergangenen Jahren habe sie sowohl die wissenschaftliche als auch die museologische Expertise und den Sinn ihrer leitenden Kuratorin für materielle jüdische Kulturgüter eingehend kennen und schätzen gelernt. „Ich freue mich“, sagt Wenzel weiter, „in Zukunft noch enger mit Dr. Eva Atlan als Stellvertretender Direktorin zusammen zu arbeiten.“
 
Atlan hat zahlreiche Ausstellungen am Jüdischen Museum kuratiert und als Projektleiterin realisiert, darunter „Samuel Bak: Landschaften jüdischer Erfahrung“ (1993), „Access to Israel I & II“ (2008), „Else Lasker-Schüler: Die Bilder“ (2010/11, in Kooperation mit Ricarda Dick und Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart, Berlin), „Alex Katz: Cool Prints“ (2011/12, in Kooperation mit der Albertina, Wien), „1938: Kunst. Künstler. Politik“ (2013/14, in Kooperation mit Julia Voss und dem Fritz Bauer Institut).
 
Als kuratorische Projektleiterin der ersten Wechselausstellung „Die weibliche Seite Gottes“ (2020/21) in den neuen Wechselausstellungsräumlichkeiten des Lichtbaus hatte Eva Atlan einen entscheidenden Anteil an der erfolgreichen Wiedereröffnung des Jüdischen Museums. Zu ihrer Beförderung zur neuen Stellvertretenden Direktorin sagt sie: „Ich danke für das mir entgegengebrachte Vertrauen und freue mich sehr darauf, in meiner neuen Funktion an der Realisierung der Strategien und der zahlreichen Projekte des Museums maßgeblich mitzuwirken.“

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