FRANKFURT.DE - DAS OFFIZIELLE STADTPORTAL

FRANKFURT.DE - DAS OFFIZIELLE STADTPORTAL

header image

Meldungen

Eschersheimer Landstraße: Neue Querungen sind fertig

17.11.2022, 15:41 Uhr

Öffnung am Dornbusch / Stadtrat Majer: „Bauarbeiten sinnvoll gebündelt“
 
Die Eschersheimer Landstraße ist eine der zentralen Hauptstraßen Frankfurts. Die Straße queren zu wollen kann zur Barriere werden oder ist zumindest mit Umwegen verbunden. Die Stadt hat nun zwei wichtige Verbindungen im Verkehrsnetz geschaffen: Am Donnerstag, 17. November, hat die Stadt auf der Südseite der Kreuzung Am Dornbusch/Marbachweg eine neue barrierefreie Querung für den Fußverkehr freigegeben. Von nun an haben Bürgerinnen und Bürger eine schnelle Alternative zur bisherigen Unterführung, die auf Wunsch des Ortsbeirats in der bestehenden Form erhalten bleibt.
 
„Zweifellos können Treppenstufen ein ziemliches Hindernis sein. Eine Unterführung, wie sie derzeit auch als Anbindung an die U-Bahn besteht, würden wir mit heutigem Wissen so nicht mehr bauen. Mit dem Neubau der Querung nehmen wir eine langersehnte Korrektur vor und schaffen eine barrierefreie und sichere Möglichkeit, über die Eschersheimer Landstraße zu gelangen“, erläutert Mobilitätsdezernent Stefan Majer.
 
Die zweite Lücke schließt die Stadt Frankfurt wenige hundert Meter weiter nördlich auf Höhe des Sinaiparks. Die hier verortete neue Querung führt sicher über die Fahrbahnen und die U-Bahn-Gleise, um in die Klimsch-Anlage zu gelangen. Am Montag, 21. November, erfolgt die Inbetriebnahme der Ampeln. Von dem Zeitpunkt an können Bürgerinnen und Bürger den neuen Überweg nutzen.
 
„Ich bedanke mich an der Stelle nochmals beim Ortsbeirat für sein Engagement. Ebenso bei den beteiligten Ämtern und Betrieben, die die Projekte realisiert haben. Die Projekte waren ohne Zweifel sehr anspruchsvoll, denn die Verkehrsbelastung ist auf der Eschersheimer Landstraße weiterhin sehr hoch. Da liegen schnell mal die Nerven blank, wenn der Verkehr stockt. Es war eine sinnvolle Entscheidung, die Bauarbeiten zu bündeln. So blieben die verkehrlichen Einschränkungen auf einen überschaubaren Zeitraum reduziert“, sagt Stadtrat Majer.
 
Enge Abstimmung der Projektbeteiligten
 
Die Bauarbeiten für beide Querungen starteten parallel im Sommer. Das Amt für Straßenbau und Erschließung sowie das Straßenverkehrsamt stimmten sich dabei eng mit der Verkehrsgesellschaft Frankfurt (VGF) ab. Die meiste Zeit über konnte die U-Bahn weiterfahren und der Kfz-Verkehr fließen. Eine Sperrpause für Gleisarbeiten der VGF auf Höhe der Stationen Weißer Stein und Heddernheim wurde zeitlich sinnvoll so eingeplant, dass der Einsatz von Schienenersatzverkehr nur wenige Wochen erforderlich war. Ebenso reagierten die Projektbeteiligten flexibel und kurzfristig, um zum Beispiel den Verkehrsfluss während der Vollsperrung zu verbessern.
 
Details zu den Querungen
 
Auf Höhe des Knotenpunkts Eschersheimer Landstraße/Am Dornbusch und Marbachweg existierte bisher keine oberirdische Querung von West nach Ost. Die neue, 4,20 Meter breite Querung führt geradlinig über die Fahrbahn und die Gleisanlage. Für die Fußgängerinnen und Fußgänger hat die Stadt zudem 2,50 Meter tiefe Aufstellbereiche geschaffen. Die Regelung des Verkehrs erfolgt per Ampelanlage. Für den Individualverkehr ist nun auf Höhe des Querungsbereichs eine Fahrbahnbreite von jeweils sechs Metern vorhanden.
 
Die neue Querung auf Höhe des Sinaiparks ist ein sicherer Überweg für den Fuß- und Radverkehr und trägt zugleich der hohen Verkehrsbelastung der Eschersheimer Landstraße Rechnung. So bleibt eine Fahrbahnbreite von sechs Metern je Fahrtrichtung weiter bestehen. Gebaut wurde ein sogenannter Z-Überweg – das heißt, die Querung erinnert aus der Luftperspektive betrachtet an den Buchstaben Z. Diese Bauweise dient einer höheren Sicherheit für den Fuß- und Radverkehr, denn so entstehen Sichtbeziehungen zu herannahenden U-Bahnen vor Betreten der Gleise. Ebenso wie an der Kreuzung Am Dornbusch/Marbachweg ist der Überweg hier per Ampel geregelt.
 
Die Gesamtkosten für die Querung auf Höhe Am Dornbusch/Marbachweg liegen bei 1,25 Millionen Euro, für die Querung auf Höhe Sinaipark/Klimsch-Anlage bei 1,53 Millionen Euro. Das Land Hessen bezuschusst beide Maßnahmen über das Förderprogramm Nahmobilität mit insgesamt rund 713.000 Euro.
inhalte teilen