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Frankfurter Psychiatriewoche lädt zu Vorträgen, Workshops und Kultur ein

01.09.2022, 14:19 Uhr

Von Mittwoch, 7., bis Freitag, 16. September, findet an verschiedenen Orten der Stadt und in der Region die Frankfurter Psychiatriewoche statt. Ihr breitgefächertes Angebot aus Vorträgen, Workshops, Tagen der offenen Tür, Kunst und Unterhaltung rund um das Thema Psychiatrie richtet sich an Betroffene, Angehörige, Profis aus der psychiatrischen Versorgung und alle Interessierten. Gesundheitsdezernent Stefan Majer eröffnet die Psychiatriewoche am Mittwoch, 7. September, um 14 Uhr im Garten der Klinik für psychische Gesundheit im varisano-Klinikum Frankfurt-Höchst.

„Die Frankfurter Psychiatriewoche ist eine in dieser Vielfältigkeit bundesweit einmalige Veranstaltung“, sagt Majer. „Eine ganze Woche lang präsentieren sich verschiedenste Akteurinnen und Akteure – von den Kliniken über gemeindepsychiatrische Institutionen, Angehörigenverbände und organisierte Psychiatrieerfahrene. Die Frankfurter Psychiatriewoche bietet Raum für Fragen, für Kritik, für Rückmeldungen, aber auch zum Feiern und für Begegnungen.“

Am Eröffnungstag steht die Selbsthilfe im Mittelpunkt. Verschiedene Selbsthilfegruppen stellen sich vor und bekommen Gelegenheit, sich untereinander auszutauschen. Auf dem Programm der Psychiatriewoche stehen außerdem Vorträge zu Themen wie Sucht, Medikamentenreduktion oder Trauma-Folgestörungen. Es gibt Workshops, die zum Waldbaden oder zum Yoga einladen. Man kann besondere Wohnformen und Werkstätten für Menschen mit psychischer Erkrankung oder Behinderung kennenlernen. Und auch das städtische Gesundheitsamt ist bei der Psychiatriewoche vertreten: Es ist Mitveranstalter des Programms „Dinkelstollen und Angstherzen“, mit dem sich Alison Rippier und Matthias Keller auf humoristische Art dem Thema Depressionen nähern. Es beteiligt sich an der Informationsveranstaltung „Wie aus Wolken Spiegeleier werden – die Folgen einer dementiellen Erkrankung aus wissenschaftlicher und künstlerischer Sicht“. Es stellt die Arbeit des Frankfurter Netzwerks für Suizidprävention vor und hat eine Postkartenaktion initiiert.

„An allen Veranstaltungsorten liegen Karten aus, mit denen die Kolleginnen und Kollegen der Psychiatriekoordination dazu aufrufen, sich an der Programmgestaltung eines Fachtags zur Vermeidung von Zwang im kommenden Jahr zu beteiligen“, sagt Dr. Peter Tinnemann, Leiter des Gesundheitsamts. „Die Abteilung Psychiatrie arbeitet gemeinsam mit vielen anderen Akteurinnen und Akteuren daran, Hilfs- und Unterstützungsangebote besser zu koordinieren, Betroffene und Angehörige einzubeziehen und psychische Störungen zu entstigmatisieren. Mit dem Fachtag soll der Austausch aller Beteiligten gefördert werden. Die Kolleginnen und Kollegen freuen sich auf reichlich Postkarten-Feedback, Ideen und Vorschläge, die während der Psychiatriewoche sicher ganz von selbst entstehen.“
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