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Theobald-Ziegler-Schule: Bunter Schulhof mit Naschgarten und Spielanlage

20.11.2020, 16:30 Uhr

Kinder verteilen Holzhäcksel
Kinder verteilen Holzhäcksel © Stadt Frankfurt am Main , Foto: Umweltlernen in Frankfurt

Das Dezernat für Integration und Bildung bringt die Saison in der Schulhof-Gestaltung zum Abschluss

Schubkarre fahren, Holzhäcksel verteilen, Baustelle aufräumen – an der Theobald-Ziegler-Schule ist der Unterricht am Freitag, 20. November, besonders praxisbezogen. Zehn Schülerinnen und Schüler der Klasse 4a legen Hand an beim Abschluss der Projekte zur Gestaltung von Schulhöfen und Gärten in diesem Jahr. „Die Theobald-Ziegler-Schule ist dabei eine von 25 Frankfurter Schulen, die sich 2020 unter fachgerechter Anleitung von Umweltlernen in Frankfurt auf ihren Freiflächen engagiert haben“, berichtet Jan Pasternack vom Dezernat Integration und Bildung. „Hier hat der Schulhof eine naturnahe, erlebnisorientierte Neukonzeption erfahren“, erläutert er und würdigt die Beteiligten: „Mit großem Einsatz der Schule und unterstützt durch das Grünflächenamt konnten im Auftrag des Stadtschulamtes Spiel-Anlage und Chill-Plattform, Naschgarten und Kräuterbeet noch vor der winterlichen Ruhephase fertiggestellt sowie winterfest gemacht werden.“ Mit einem Videobeitrag beteiligt sich die Garten-AG der Eckenheimer Grundschule an der virtuellen „Blauen Tafel“, die in diesem Jahr online stattfindet.

Trotz der coronabedingten Einschränkungen konnten dieses Jahr 25 Schulhöfe und -gärten in Frankfurt kooperativ gestaltet werden. Mit ganzen Schulklassen, mit kleineren Gruppen, selten ganz ohne Kinder ist es auch in der Pandemie gelungen, mit Naschgärten und Balancierparcours, Spielpodesten und Komposter lebendige Lernorte an Frankfurter Schulen zu entwickeln.

An der Theobald-Ziegler-Schule ist die Hälfte der Klasse 4a bei den Arbeiten dabei. Zehn Kinder verteilen einen Berg Holzhäcksel in der Einfassung aus Baumstämmen, als Fallschutz für den neuen Balancierparcours. Die zehn Jahre alte Liljana strahlt: „Mir hat es Spaß gemacht, das Holzhäcksel zu verteilen und vor allem zu balancieren. Ich freue mich so sehr, alles auszuprobieren!“ Auch die neun Jahre alte Sarah zeigt sich zufrieden mit dem neuen Schulhof: „Ich liebe es, draußen zu spielen und Dinge zu entdecken.“ Beide können sich sehr gut vorstellen, den Sachunterricht im Frühjahr draußen zu machen und „von der Natur zu lernen“.

Das trifft genau die Zielsetzung der Projektleitung von Umweltlernen in Frankfurt, die in diesen Kooperationsprojekten oft mit der gesamten Schulgemeinde zahllose Stauden und Büsche gepflanzt hat, über 100 Kubikmeter Holzhäcksel, Erde und Mulch eingebracht, mehr als 1500 Meter Gartenbauholz, 250 laufende Meter Robinien-Stammholz und Tausende Schrauben verbaut hat. Bernd Abraham, Projektleiter der Freiflächengestaltung beim Verein Umweltlernen in Frankfurt, blickt auf ein Jahr mit besonderen Herausforderungen in der Pandemie zurück, das seinem Team viel Flexibilität abverlangt hat und große Umsicht bei der Umsetzung erforderte. Trotz allem ist er zufrieden: „Auch wenn dieses Jahr keine Eltern mithelfen konnten, keine Werkstatt-Tage an den Schulen stattfanden und nur vereinzelt ein Social Day möglich war, sind doch Flächen von großem Wert entstanden – naturnahe Spielgelände zum Verstecken und Toben, Grüne Klassenzimmer zum Entdecken und Lernen im Freien.“

Die vielseitigen Gartenprojekte zu Ernährung und Nachhaltigkeit finden in Frankfurt alle zwei Jahre eine Plattform für Austausch im öffentlichen Raum, wenn 300 engagierte Schulkinder im Oktober zur „Blauen Tafel“ auf dem Römerberg zusammenkommen. Dieses Jahr allerdings konnte der Aktionstag mit gemeinsamem Kochen der eigenen Ernte und Essen an langen Tafeln coronabedingt nicht stattfinden. Stattdessen haben die Schulen eine virtuelle „Blaue Tafel“ gedeckt, die am Freitag, 20. November, online geht: In Videoclips zeigen sie ein buntes Kaleidoskop des Engagements an Frankfurter Schulen. Zusammen mit engagierten Lehrerinnen und Lehrern, mit der Jugendsozialarbeit, mit Eltern und mit dem Verein Umweltlernen in Frankfurt wurde gerodet und umgegraben, es wurden Beete angelegt, Pflanzkübel bunt angemalt und Kräuter sowie Gemüse selbst angebaut, gegossen, Unkraut gejätet und endlich geerntet. Zahlreiche Projekte zu Artenvielfalt, klimafreundlicher Ernährung und Nachhaltigkeit leisten einen wertvollen Beitrag zu einer lebenswerten Zukunft. Die „Blaue Tafel – online“ ist unter der Adresse http://www.umweltlernen-frankfurt.de/digitalExternal Link und im kompakten Format auf Instagram unter dem Hashtag #umweltlernen_in_frankfurt zu sehen.


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