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Klimadezernentin Heilig gibt Rückblick auf 30 Jahre GrünGürtel Frankfurt und stellt Jubiläums-Broschüre vor

05.04.2022, 15:13 Uhr

Hafenpanorama; Foto: Stefan Cop
Hafenpanorama © Stadt Frankfurt am Main , Foto: Stefan Cop
International wird aktuell darum gerungen, dass in wenigen Wochen auf der Weltnaturschutzkonferenz im chinesischen Kunming beschlossen werden kann, weltweit bis 2030 etwa 30 Prozent aller Meeres- und Landflächen unter Schutz zu stellen.
 
Bereits vor 30 Jahren war der Druck auf Bauland in Frankfurt groß, ein Bürogebäude nach dem anderen entstand, die Mieten schossen in die Höhe. Und doch beschlossen genau in dieser Zeit die Abgeordneten des Stadtparlaments, ein Drittel der Stadtfläche vor genau dieser Bebauung zu schützen. Als grüner Erholungsraum für Menschen, Lebensraum für Tiere und Pflanzen sowie für ein gesundes Stadtklima wurde der Frankfurter GrünGürtel offiziell geboren.
 
Seitdem wird der GrünGürtel für die Bürgerinnen und Bürger erkennbar gemacht und gestaltet. Zuerst von einer Ämterarbeitsgruppe, dann von der GrünGürtel-GmbH und seit 1997 von der ämterübergreifenden Projektgruppe GrünGürtel. Grünflächenamt, Stadtplanungsamt und Umweltamt der Stadt Frankfurt arbeiten hier Hand in Hand.
 
„Der GrünGürtel ist Frankfurts grüner Ring aus Pflanzen und Bäumen, Wasser und Freizeitflächen. Er steht für Rückeroberung von Landschaft, Schaffung neuen Lebensraumes und für deren Schutz. Der GrünGürtel ist unser Schatz, den wir nicht mehr hergeben, im Gegenteil, wo möglich noch erweitern“, stellt Klimadezernentin Rosemarie Heilig klar. Besonders gut sind die Veränderungen der vergangenen drei Jahrzehnte dort sichtbar, wo das Mainufer auf die engste Stelle im GrünGürtel trifft: Zwischen Europäischer Zentralbank (EZB), Hafenpark, Deutscherrnbrücke und Ruhrorter Werft. Früher war hier Industriebrache und Schrottplatz, wurden alte Autos zu kompakten Metallknäulen gepresst, heute können sich dort Bürgerinnen und Bürger erholen. Interessant ist an diesem Ort nicht nur der Blick auf die Skyline mit dem Hochhaus der EZB. Wichtig ist hier die schmale Grünverbindung zwischen Bankareal und Bahnlinie, die den Zugang zum Main überhaupt erst ermöglicht. Diese war schon 1991 im beschlossenen GrünGürtel-Plan vorgesehen.


Der GrünGürtel ist an vielen Stellen deutlich sichtbar im Stadtgebiet. Von der engsten Stelle des GrünGürtels, der Deutschherrnbrücke, hat man einen Blick auf zwei „Berge“ im GrünGürtel: den Lohrberg im Norden und den Oberwald mit neu errichtetem Goetheturm im Süden. „Der GrünGürtel hat in den vergangenen 30 Jahren ganz erheblich an Aufenthaltsqualität gewonnen: Sichtbar wird das am Alten Flugplatz, durch die vielen originellen Werke der Komischen Kunst, aber auch durch die kleinen Verbesserungen bei den Rundwegen. Wir werden den GrünGürtel und sein Konzept behutsam weiterentwickeln. Bei einigen Projekten werden wir Geld brauchen. Eine gemeinnützige Stiftung soll uns dabei helfen, Spenden einzuwerben“, kündigt Heilig an.
 
Die Entwicklung des GrünGürtels ist in der neuen Jubiläumsbroschüre „30 Jahre GrünGürtel Frankfurt – Menschen, Daten und Projekte“ dokumentiert. Das Werk umfasst 106 Seiten im A4-Format. Es stellt unter anderem Akteurinnen und Akteure in Porträts vor, berichtet über die wichtigsten Projekte im GrünGürtel und gibt mit vielen Fotos einen Einblick in die Entwicklung der ersten 30 Jahre des Frankfurter GrünGürtels.
 
Die Broschüre kann ab sofort auf der städtischen Internetseite GrünGürtel | Stadt Frankfurt am MainInternal Link als PDF heruntergeladen werden und im Umweltamt unter Telefon 069/212-39100Internal Link oder per E-Mail an umwelttelefon@stadt-frankfurt.deInternal Link kostenfrei bestellt werden. Herausgeberin ist das Dezernat für Umwelt, Klima und Frauen. Die Redaktionsleitung lag bei Ingrid Wentzell aus der Projektgruppe GrünGürtel im Umweltamt.
 
Wer den GrünGürtel um die Deutschherrnbrücke herum selbst erkunden möchte, findet dazu auf gruenguertel.deInternal Link einen neuen Spaziergang: Main, Skyline und Kräuterfelder. Es geht um Vergangenheit und Zukunft, die engste Stelle des GrünGürtels und Überraschungen am Wegesrand.
 
Der Frankfurter GrünGürtel
1991 beschlossen die Frankfurter Stadtverordneten einstimmig den GrünGürtel als Freiraum vor Bebauung zu schützen, zu sichern und zu entwickeln, festgehalten in der GrünGürtel-Verfassung.
 
Rund 80 Quadratkilometer – das ist etwa ein Drittel der Stadtfläche – sind seitdem vor Bebauung geschützt. Drei große Landschaftsräume liegen in ihm – das Niddatal, der Berger Rücken und der Stadtwald. Diese geben Raum für Arten- und Biotopschutz, für ein angenehmes Klima, für Land- und Forstwirtschaft, für Erholung, Sport und Umweltbildung.
 
In der Projektgruppe GrünGürtel arbeiten seit 1997 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Umweltamtes, des Grünflächenamtes und des Stadtplanungsamtes gemeinsam an der Weiterentwicklung und Pflege des Frankfurter GrünGürtels.

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