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Bürgermeisterin Eskandari-Grünberg unterstützt die Benennung des Bahnhofsvorplatzes in Emilie-und-Oskar-Schindler-Platz

21.09.2022, 13:11 Uhr

Der Ortsbeirat 1 hat beschlossen, dass der Vorplatz des Hauptbahnhofes nach Emile und Oskar Schindler benannt werden soll. In der Ortsbeirats-Initiative wird der Magistrat aufgefordert, die Benennung des bisher namenlosen Platzes umzusetzen.

Schindler lebte von 1965 bis zu seinem Tod 1974 in der Nähe, Am Hauptbahnhof 4. Im Krieg rettete das Ehepaar Schindler über 1000 Jüdinnen und Juden das Leben. In der Gedenkstätte Yad Vashem werden sie als „Gerechte unter den Völkern“ geführt.

Bürgermeisterin und Diversitätsdezernentin Nargess Eskandari-Grünberg begrüßt die Initiative des Ortsbeirats: „Bisher hat lediglich ein verstecktes Relief am Wohnhaus daran erinnert, dass Oskar Schindler hier wohnte. Es ist an der Zeit, Emile und Oskar Schindler angemessen zu würdigen und ihre Namen in der Öffentlichkeit sichtbar zu machen. Erinnerungskultur im öffentlichen Raum zielt darauf ab, den Passant:innen in ihrem Alltag das Geschichtliche bewusst zu machen. Das ist fast 50 Jahre nach dem Tod von Oskar Schindler eine sehr würdige Ehrung für diese so besonderen Menschen, dafür Danke ich dem Ortsbeirates 1 sehr.“

Deshalb werde sie sich dafür einsetzen, dass die Benennung erfolgreich vollzogen werden kann, sagt Eskandari-Grünberg. Notwendig sind unter anderem noch Abstimmungen mit der Deutschen Bahn als Eigentümerin des Platzes.
 
Die Benennung sieht Eskandari-Grünberg auch als Zeichen für zivilcouragiertes Handeln heutzutage: „Das Erbe der Schindlers ist eine Aufforderung, bei Ungerechtigkeiten nicht mitzumachen. Wo Menschen erniedrigt und bedroht werden, ist praktische Solidarität gefordert. Wenn heute etwa Verschwörungsideologen sich mit verfolgten Juden vergleichen, sollte sich die Zivilgesellschaft dem entschieden entgegenstellen.“
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