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Kolleginnen und Kollegen der Romanian Angel Appeal Foundation zu Besuch im Gesundheitsamt

03.05.2022, 16:45 Uhr

Amtsleiter Dr. Peter Tinnemann mit dem Team von Romanian Angel Appeal Foundation
Amtsleiter Dr. Peter Tinnemann mit dem Team von Romanian Angel Appeal Foundation © Stadt Frankfurt am Main , Foto: Gesundheitsamt
Von Montag, 2., bis Freitag, 6. Mai, empfängt das Gesundheitsamt vier Mitarbeitende der rumänischen Nichtregierungsorganisationen (NGO) Romanian Angel Appeal Foundation (RAA), die im Rahmen eines von der Europäischen Kommission geförderten Erasmus+-Erwachsenenbildungsprojektes nach Frankfurt kommen.
 
„Es gibt viel zu tun, um die Situation von marginalisierten Bevölkerungsgruppen zu verbessern“, sagt Dr. Peter Tinnemann, Leiter des Gesundheitsamts. „Daher freuen wir uns umso mehr über den regen Austausch und die gute Zusammenarbeit über Landesgrenzen hinweg.“
 
Das Ziel des Besuchs der rumänischen Kolleginnen und Kollegen ist es, die soziale Infrastruktur für marginalisierte Gruppen in Frankfurt besser kennenzulernen. Dafür werden die vier Besucherinnen und Besucher in den niedrigschwelligen Sprechstunden des Gesundheitsamtes wie der humanitären Sprechstunden, Clearingstelle 1.0, auch Tuberkulosesprechstunden hospitieren und möchten dabei mehr über die Zielgruppen, die Organisation der einzelnen Angebote und die Erfahrungen der vergangenen Jahre lernen. Der Austausch mit den Frankfurter Einrichtungen dient dazu, Strategien und Methoden zu identifizieren, mit denen eine Verbesserung der Gesundheitskompetenz von vulnerablen Bevölkerungsgruppen erreicht werden kann.
 
„Wir sind hier, um vom gut integrierten Öffentlichen Gesundheits- und Sozialsystem zu lernen, das hier in Frankfurt unter anderem vom Gesundheitsamt umgesetzt wird und den Bedarfen von vulnerablen Bevölkerungsgruppen angepasst ist. Wir freuen uns sehr über diese Möglichkeit und sind dem Team am Gesundheitsamt, dass uns dies ermöglicht hat, sehr dankbar,“ sagt die Geschäftsführerin der Romanian Angel Appel Foundation, Silvia Mihaela Asandi.
 
Flucht, Armut und soziale Ausgrenzung sind Phänomene, die über Landesgrenzen hinweg solidarisches Handeln und auch fachlichen Austausch von Einrichtungen erfordern, um Betroffene wirksam unterstützen zu können. Aktuell wird dies einmal mehr am Beispiel der Ukrainekrise deutlich. Das Nachbarland Rumänien hat bisher bereits mehrere zehntausende hilfesuchende Geflüchtete aus der Ukraine aufgenommen und zeigt trotz seiner vergleichsweise schwachen wirtschaftlichen Lage große Hilfsbereitschaft.
 
Die in Bukarest angesiedelte NGO Romanian Angel Appeal Foundation (RAA) arbeitet seit ihren Anfängen im Jahr 1991 an der Verbesserung der Lebensqualität von Kindern und Jugendlichen, die von chronischen Krankheiten wie Tuberkulose, HIV und ähnlichem betroffen sind und von sozialer Ausgrenzung bedroht sind. Dafür bieten sie medizinische, psychologische, soziale und materielle Unterstützung und durch die Entwicklung von Netzwerken, Schulungen, Forschung, Kampagnen und Advocacy-Programmen in Partnerschaft mit Behörden, Privatunternehmen, Nichtregierungsorganisationen und Einzelpersonen. Auch aus der Ukraine geflüchtete Menschen sind nun eine wichtige Zielgruppe der NGO.
 
Die RAA war im Oktober 2021 bereits Gastgeberorganisation für Mitarbeitende der Humanitären Sprechstunden des Gesundheitsamtes im Rahmen des Erasmus+-Projektes ENPHI (European Network for Prostitution, Health and Information). Der damalige Austausch führte zu großem Interesse der RAA-Mitarbeitenden daran, die Gegebenheiten für marginalisierte Gruppen in Frankfurt kennenzulernen.
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