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ARCHÆOkids Frankfurt – ein Mithrasheiligtum im Schuhkarton sowie andere Angebote

20.01.2023, 12:41 Uhr

Wie sieht ein Mithrasheiligtum aus? Was gehört dort hinein und was können die Archäologinnen und Archäologen dazu sagen? Nach einem kurzen Rundgang mit Sayuri de Zilva durch die Sonderausstellung, in dem diese und andere Fragen beantwortet werden, geht es in die praktische Arbeit und die ARCHÆOkids bauen am Freitag, 27. Januar,  ab 15 Uhr ihr eigenes Mithrasheiligtum als Miniatur in einem selbst mitgebrachten Schuhkarton nach. Dabei können die Ideen mit verschiedenen Materialien wie Ton, Metall, Stein, Farben und Papier konkret und kreativ umgesetzt werden.

Es ist eine Anmeldung per E-Mail an archaeokids@freunde-amf.deInternal Link erforderlich. Für Mitglieder des Freundeskreis des Archäologischen Mueseums ist der Workshop kostenfrei, Gäste zahlen 5 Euro für die Materialkosten. Der Eintritt ist für Kinder und Jugendliche kostenfrei. Treffpunkt ist das Foyer des Archäologischen Museums Frankfurt, Karmelitergasse 1.

Bereits am Sonntag, 22. Januar, können Besucher im Workshop zum Thema „Licht ins Dunkel – Fertigen einer Fettlampe“ können die Besucher mit Michelle Ziegler eine Fettlampe nach historischer Vorlage herstellen.
 
Künstliches Licht verlängert den Tag, es ermöglicht längeres Arbeiten, aber auch ausgedehntes Feiern. Es schafft eine andächtige Stimmung in den Wintermonaten oder gibt den Verstorbenen Geleit auf ihrem Weg. Der „Klassiker“ der künstlichen Lichtquellen ist die Lampe in Schalenform. Schalenlampen können aus Ton, Metall oder Stein sein. Zum Klassiker konnte die Schalenlampe zum einen werden, da sie im Gegensatz zu Fackeln, Kienspänen und anderen künstlichen Lichtquellen nicht vergänglich ist und da sie außerdem über eine sehr große Zeitspanne hinweg in fast gleichbleibender Form in eigentlich allen Kulturen genutzt wurde. In diesem Workshop wird eine einfach hohe Schalenlampe gefertigt. In diese kommt Rinder- oder Schweinefett als Brennstoff und ein Docht. Damit konnte man die dunklen Mithräen erhellen.
 
Der Workshops dauert etwa eine Stunde. Der Treffpunkt ist ebenfalls das Foyer des Archäologischen Museums in der Karmelitergasse 1. Der Eintritt kostet 7 Euro, ermäßigt 3,50 Euro; für Kinder bis 18 Jahren und Freunden des Archäologischen Museum ist er kostenfrei. Die Materialkosten für jeden betragen 6 Euro. Der Eintritt beinhaltet jeweils auch den Besuch der Dauerausstellung.

Direkt nach dem Workshop führt Ziegler um 14 Uhr Besucher des Museums durch die Sonderausstellung. Die Ausstellung besteht aus zwei Teilen. Im Querschiff der Karmeliterkirche werden die Funde aus den Mithräen der römischen Stadt Nida gezeigt. Das römische Nida, Zentralort der Civitas Taunensium, antiker Ursprung Frankfurts und ehemals als „teutsches Pompeji“ bezeichnet, lag einst zwischen den Ortskernen von Praunheim und Heddernheim und ist heute weitgehend von den Wohnsiedlungen Römerstadt und Nordweststadt überbaut. Mit vier oder fünf Mithräen gehört Nida zu den wichtigsten Fundstätten des Mithras-Kultes in den Provinzen des römischen Reiches. Das große drehbare Kultbild aus Mithräum I von Nida in Heddernheim ist in der Sonderausstellung zum ersten Mal überhaupt seit seiner Entdeckung im Januar 1826 vor 196 Jahren wieder in Frankfurt zu sehen.
 
Zusammen mit den im Refektorium des Karmeliterklosters ausgestellten Funden aus Mithras-Heiligtümern aus Italien, Frankreich, Kroatien, Ungarn und Rumänien sowie aus dem Limesgebiet in der Region Rhein-Main eröffnen die archäologischen Funde von Frankfurter Boden einen neuen Blick auf den Kult des Sonnengottes Mithras, der Wissenschaft und Forschung noch heute in vielen Bereichen Rätsel aufgibt.

Für die Teilnehmer des Workshops, Kinder bis 18 Jahre und für die Freunde des Archäologischen Museums fällt nur die Führungsgebühr von 5 Euro, ermäßigt 3 Euro an. Für alle anderen Besucher ist zusätzlich der Eintritt zu zahlen, der 7 Euro beträgt, ermäßigt 3,50 Euro.
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