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Energiereferat

Neues EU-Energielabel ab 1. März 2021 in Deutschland

03.02.2021 Uhr

Das alte und neue EU-Label für Kühlgeräte im Vergleich.
Das alte und neue EU-Label für Kühlgeräte im Vergleich. © Büro Ö-quadrat GmbH , Foto: Bild kostenfrei zur Verfügung gestellt durch: Büro Ö-quadrat GmbH

Energiereferat informiert Bürger*innen zu wichtigen Neuerungen bei Waschmaschinen & Co.

Frankfurt am Main, 03.02.2021. Ab dem 1. März 2021 gilt das neue EU-Energielabel für große Haushaltsgeräte im Handel. Die alte Effizienzklasseneinteilung von A+++ bis D ist dann nicht länger gültig, es gelten die neuen Effizienzklassen von A bis G für alle Produktgruppen von Kühl-Gefrier-Kombinationen, Gefriergeräte, Waschmaschinen, Waschtrockner, Wäschetrockner und Spülmaschinen.  Eine neue EU-Verordnung regelt die Eingruppierung in die neuen Effizienzklassen. Zu Beginn der Neuregelung werden die Effizienzklassen B bis F besetzt. Auch wird das Label nicht direkt für alle Produktgruppen eingefügt, so erfolgt die Umstellung für Backöfen, Dunstabzugshauben und Fernsehgeräte erst in den kommenden Jahren.

„Ich begrüße die Einführung des neuen EU-Labels, damit Verbraucher*innen beim Kauf transparenter nachvollziehen können, welches Gerät wenig Energie verbraucht und damit am klimafreundlichsten ist“, kommentiert Umweltdezernentin Rosemarie Heilig. „Der Wegfall der Bezeichnung A+++ macht die Labels wieder aussagekräftiger“. Hintergrund für das neue Label ist, dass die ursprüngliche Klasseneinteilung kaum noch Unterscheidungsmerkmale geboten hat, da inzwischen fast alle Produkte in die Kategorie A+++ fallen. So reichten beispielsweise beim derzeitigen Label für Kühl- und Gefriergeräte (Herbst 2020) die Effizienzklassen von A+++ bis D, wobei die Geräte der Effizienzklassen A bis D schon seit Jahren nicht mehr in den Markt gebracht werden durften.

Wie unterscheiden sich das neue und das alte Label?

Die neuen Labels haben nur noch die Effizienzklassen A bis G. Geräte aus der heutigen Klasse „A+++“ werden künftig eher in den Klassen C, D oder E zu finden sein. Auch die Angaben zum Stromverbrauch auf den neuen Energielabels sind aufgrund veränderter Messverfahren nicht mehr mit den Angaben auf den alten Labels vergleichbar. Ebenfalls neu ist, dass bei einigen Geräten zusätzliche Informationen aufgeführt werden, beispielsweise die Dauer des Energiesparprogramms. In der oberen Ecke befindet sich auf dem neuen Energielabel zudem ein QR-Code. Scannt man diesen Code mit dem Smart-Phone erhält man aus der EU-Haushaltsgerätedatenbank „EPREL“ zusätzliche Informationen bzw. Produktdaten zu dem Gerät. Hinzukommt, dass ab dem 1. März 2021 fast alle Waschmaschinen, Waschtrockner, Geschirrspüler und Kühlgeräte mit der Effizienzklasse G nicht mehr in den Verkehr gebracht werden dürfen. Mit dem neuen Label werden erstmals auch Anforderungen an die Reparierbarkeit festgelegt. Damit sollen Geräte zukünftig länger benutzt werden können.

Generell unterscheiden sich einige Neuerungen je nach Art des Gerätes. So haben sich beim neuen EU-Energielabel für Waschmaschinen nicht nur die Einteilung in die Effizienzklassen, sondern auch die Angaben für Strom- und Wasserverbrauch verändert. Bei Geschirrspülmaschinen wird der Energieverbrauch der Geräte anhand eines Prüfprogramms ermittelt, das gemäß EU-Verordnung als „eco“ zu bezeichnen ist. Und bei den Kühl- und Gefriergeräten wurde nicht nur die Skala der Effizienzklassen geändert, sondern auch das Verfahren zur Festlegung des Energieeffizienzindex. Ein Blick in die Details lohnt sich daher.

Detaillierte Vergleiche und Musterangaben für Geräte finden sich in der aktuellen Verbraucherinformation „Besonders sparsame Haushaltsgeräte 2021“, die das Energiereferat der Stadt Frankfurt am Main kostenfrei zum Download anbietet unter:

- Broschüre "Besonders sparsame Haushaltsgeräte"Internal Link
- www.frankfurt-spart-strom.deExternal Link

Die Verbraucherinformation kann auch kostenfrei unter: mitmachen@frankfurt-spart-strom.de oder über die Hotline 069-212-39090 bestellt werden. Das Energiereferat bietet diese Verbraucherinformation jährlich bereits seit mehr als zehn Jahren an. Die Reduzierung des Energiebedarfs in Frankfurt am Main um 50 Prozent bis 2050 ist ein wichtiger Beitrag, um die Klimaschutzziele der Stadt Frankfurt am Main zu erreichen

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