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Planungsdezernent Josef setzt auf Nachverdichtung, um zügig günstigen Wohnraum zu schaffen

04.03.2020, 14:44 Uhr

„Die Nachverdichtung von bestehenden Siedlungen ist für die Stadt Frankfurt ein wichtiger Baustein, um zügig günstigen Wohnraum zu schaffen“, sagt Planungsdezernent Mike Josef. „Deshalb setzten wir stark auf eine clevere Nachverdichtungsstrategie.“ Als Pilotprojekt hierfür gilt die Weiterentwicklung des Nordteils der Platensiedlung mit rund 650 neuen Wohnungen: Die Aufstockungen der bestehenden Gebäude sind im Rohbau fertiggestellt. Die ersten neuen Wohnungen sind bereits bezogen, die letzten werden bis spätestens Mai in die Vermietung gehen. Ebenso entstehen die ersten Ergänzungsbauten und Tiefgaragen, so dass die zukünftige Gestalt der Siedlung immer mehr Kontur annimmt.

Anknüpfend an dieses Pilotprojekt hat die Stadt nun einen Dialog mit Wohnungsbaugesellschaften und Eigentümern von Siedlungen zu möglichen weiteren Nachverdichtungsprojekten im Stadtgebiet gestartet. Hintergrund ist das Leitprojekt zur Weiterentwicklung bestehender Siedlungen aus den 1950 bis 1970er Jahren mit dem Schwerpunkt des „Mittleren Nordens“ der Stadt aus dem kürzlich von der Stadtverordnetenversammlung beschlossenen integrierten Stadtentwicklungskonzept Frankfurt 2030+ (iStEK).

„Neben der Schaffung von neuen Wohnungen liegt unser Hauptaugenmerk darauf, dass kein Bewohner Sorge haben muss, durch Nachverdichtung aus den Siedlungen verdrängt zu werden“, sagt Planungsdezernent Mike Josef. „Um das zu gewährleisten, stellen wir Leitlinien zur Nachverdichtung auf, die für die Wohnungsbaugesellschaften und Eigentümer bindend sein werden. Ebenso werden Grundsätze im Umgang mit Freiflächen, Stellplätzen und sozialer Infrastruktur festgelegt. Nach Möglichkeit sollen die oft reinen Wohnsiedlungen durch bislang fehlende Nutzungen wie Läden zur Nahversorgung oder Treffpunkte für Bewohner ergänzt werden.“

Ein erstes Treffen zwischen Josef und den Vertretern von Wohnungsbaugesellschaften und Eigentümern von Siedlungen fand am gestrigen Dienstag statt. Sobald im weiteren Dialog konkrete Nachverdichtungsprojekte entstehen, wird die Stadt hierzu öffentliche Bürgerveranstaltungen anbieten, um die Bewohnerinnen und Bewohner frühzeitig einzubinden und ihre Bedenken, Anregungen und Ideen aufzunehmen.

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