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08.02.2018

Frankfurt unterstützt Kooperation des Bibelmuseums mit der Israelischen Antikenbehörde IAA

(kus) Zusammen mit dem Direktor des Bibelmuseums aus Frankfurt, Dr. Jürgen Schefzyk, dem Vertreter der Bildungsabteilung des Zentralrats der Juden in Deutschland, Prof. Dr. Doron Kiesel, und dem Präsidenten der Frankfurter Bibelgesellschaft, Dr. Thomas Kreuzer, besuchte Bürgermeister Uwe Becker bei seiner Israelreise am Mittwoch, 7. Februar, die Israelische Antikenbehörde (Israel Antiques Authority, IAA) in Jerusalem und unterstrich im Gespräch mit dem dortigen Direktor Israel Hasson das große Interesse der Stadt Frankfurt am Main an einer noch engeren Kooperation zwischen dem Bibelmuseum und Israel.

„Auch wenn das Bibelmuseum kein städtisches Museum darstellt, so ist es doch ein Juwel in der Stadt, das auf äußerst anschauliche und interaktive Weise die Menschen an die historischen Grundlagen der Entstehung der drei monotheistischen Weltreligionen heranführt. Von den Ursprüngen des Judentums über die Grundlagen des Christentums bis zu den Wurzeln des Islam veranschaulicht das Museum den gemeinsamen Kern und so ist das Bibelmuseum gerade auch in der heutigen Zeit ein wichtiger Brückenbauer. Und gerade in unserer so internationalen Stadt ist die Vermittlung gemeinsamer Grundlagen besonders wichtig, um Vorurteile abzubauen und das Miteinander zu stärken.“

Bürgermeister Uwe Becker (l) steht im Rahmen seiner Israelreise in der israelischen Antikenbehörde (IAA) in Jerusalem neben dem Direktor des Frankfurter Bibelmuseums, Jürgen Schefzyk (r), 7. Februar 2018, © Stadt Frankfurt am Main
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Der Direktor der Israelischen Antikenbehörde zeigte sich vom Bekenntnis der Stadt Frankfurt zur Unterstützung der Zusammenarbeit besonders erfreut, da sich darin auch eine starke Freundschaft gegenüber dem Land Israel und seinen Institutionen ausdrücke. Israel Hasson sicherte der Stadt Frankfurt und dem Bibelmuseum die größtmögliche Kooperation zu. Man sei sehr daran interessiert, dass die zahlreichen Zeugnisse der Religions- und Kulturgeschichte mit ihren Ursprüngen im heutigen Israel den Menschen in der Welt zugänglich gemacht würden und nicht bloß in den Archiven der IAA lagerten.

Dr. Jürgen Schefzyk betonte die Bedeutung der Zusammenarbeit mit der Israelischen Antikenbehörde für das Bibelmuseum: „Schon jetzt zeigt das Bibelmuseum in Frankfurt den größten Bestand an israelischen Antiken in Europa. Sie öffnen ein Fenster zum Verständnis der historischen Wurzeln der Schriftreligionen. Die vereinbarte Ausweitung der Zusammenarbeit mit der IAA bildet die Grundlage für neue interessante Ausstellungsprojekte und wird auch die weitere Entwicklung der Dauerausstellung des Museums positiv beeinflussen. Das Museum kann so den interreligiösen Dialog als Profil des Hauses stärken. Das Verständnis für und die Kenntnis der eigenen Wurzeln fördert den heute so nötigen Diskurs.“