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03.11.2017

20 Jahre Energiesparprojekt an Frankfurter Schulen

Bildungsdezernentin Sylvia Weber würdigt Schulen bei Bildungsmesse für Energie und Klimaschutz

(kus) 100 Frankfurter Schulen haben guten Grund zum Feiern: Das Energiesparprojekt der Frankfurter Schulen ist nun schon im zwanzigsten Jahr höchst erfolgreich. Die klimaaktiven Schulen feierten am Freitag, 3. November, im Rahmen einer Bildungsmesse zu den Themen Energie und Nachhaltigkeit das Jubiläum in der Philipp-Holzmann-Schule. Beim Festakt prämierte Bildungsdezernentin Sylvia Weber die Sieger des Präsentationswettbewerbs der schulischen Energie-Teams.

„Durch einen sorgfältigen Umgang mit Energie und Wasser sowie den optimierten Betrieb von Anlagen konnten die gut 100 beteiligten Schulen erneut über 1 Millionen Euro einsparen. Die Verringerung von CO2-Emissionen beträgt 3.700 Tonnen – ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz“, gratulierte Weber den erfolgreichen Schulen.

Mit kreativen Formaten vom Umweltschutz überzeugen

Die Dezernentin hatte im vergangenen Jahr den Präsentationswettbewerb für die Energie-Teams angestoßen. Die Kinder und Jugendlichen entwickelten kreative Formate, um ihre Mitschüler sowie die gesamte Schulgemeinde zum sorgsamen Umgang mit Energie zu motivieren. Die Beiträge bearbeiten das Thema in ganz unterschiedlicher Weise: Mit dabei ist eine (fiktive) Radiosendung zum Thema Wasser, ein Video-Clip „20 Jahre Energiesparen in 5 Minuten“, ein Wandplakat zum energiefreundlichen Lebensstil, Interviews zum Klimaschutz, ein Theaterstück „Energie-Detektive“, ein Chorbeitrag oder die Aufarbeitung von „Papierverbrauch für Ausbildungsnachweise“. Die besten Beiträge des Wettbewerbs wurden vorgestellt und während des Festakts mit Aktionspreisen prämiert.

„Klimaschutz wirkt sich auch positiv auf das Lernklima aus“, stellte Sylvia Weber mit Hinblick auf die Bildungsmesse Energie und Nachhaltigkeit fest. „Die Stadt Frankfurt bemüht sich intensiv um Klimabildung. Zum Beispiel bei den Lernwerkstätten zu Energie und Klimaschutz, in die Besucher heute Morgen auf der Bildungsmesse Einblick nehmen konnten.“

Das Projekt ist ein Win-Win-Modell

Die im Energiebereich aktiven Schulen sind an der erzielten finanziellen Einsparung zu 50 Prozent beteiligt. Gleichzeitig sei das Projekt „Erfolgsbeteiligung für nutzerbedingtes Energie- und Wassersparen“, wie das Programm etwas bürokratisch heißt, Impuls für Lernprozesse im Sinne von Bildung für nachhaltige Entwicklung. Das Energiesparprojekt sei damit ein Win-Win-Modell für das Klima wie für die städtischen Haushalte. Der Verein Umweltlernen in Frankfurt führt das Projekt seit nunmehr 20 Jahren im Auftrag des Stadtschulamts und in Kooperation mit dem Hochbauamt sowie den beteiligten Schulen durch.

Für ihre engagierte Arbeit wurden die Schulen mit einem symbolischen CO2-Zertifikat gewürdigt. Ein Zertifikat der CO2-Gesamteinsparung aller Schulen erhielt Wolfgang Hofstetter vom Europäischen Klimabündnis Frankfurt – er nimmt den Frankfurter Beitrag mit zur Bonner Klimakonferenz in der nächsten Woche.

Gewinner des Präsentationswettbewerbs sind die Bettinaschule, Eduard-Spranger-Schule, Elisabethenschule, Elsa-Brändström-Schule, Falkschule, Franckeschule, Fridtjof-Nansen-Schule, Grundschule Riedberg, Minna-Specht-Schule und die Philipp-Holzmann-Schule. Details zu den Preisen und den Preisstiftern finden sich im angehängten PDF-Dokument.