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09.10.2017

Ulrich Gottstein im Institut für Stadtgeschichte

Frankfurter Mediziner, Friedensnobelpreisträger und Christ im Erzählcafé

(kus) Am Montag, 16. Oktober, kommt Professor Ulrich Gottstein in das Frankfurter Erzählcafé. Unter dem Titel „Dem Leben verpflichtet. Arzt, Christ und Friedenskämpfer“ spricht der ehemalige Chefarzt am Bürgerhospital und Mitglied der Bekennenden Kirche mit Markus Häfner über seine Erlebnisse bei humanitären Einsätzen im Irak und im ehemaligen Jugoslawien, die Auszeichnung mit dem Friedensnobelpreis, seine Gespräche mit Michail Gorbatschow und Abdullah Öcalan sowie sein Selbstverständnis als Arzt, Christ und Pazifist.

Zusammen mit 140.000 weiteren Mitgliedern der Vereinigung Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges (IPPNW) erhielt Gottstein 1985 den Friedensnobelpreis. Über seine Erlebnisse in Oslo, die Motive zur Gründung der Organisation 1980 und ihrer deutschen Sektion 1981 berichtet er im Erzählcafé. Ebenso werden seine Erlebnisse in den Bombennächten und der Kriegsgefangenschaft, seine Tätigkeit als Chefarzt der Medizinischen Klinik des Frankfurter Bürgerhospitals, die Interventionen der IPPNW zur Verhinderung des Irakkrieges und die Verleihung des Friedensnobelpreises an die Organisation International Campaign to Abolish Nuclear weapons (ICAN) 2017 thematisiert.

Das Erzählcafé im Dormitorium des Karmeliterklosters beginnt um 18.30 Uhr und gehört zum Begleitprogramm zur Ausstellung „Auf Herz und Nieren. Geschichte des Frankfurter Gesundheitswesens“, die das Institut für Stadtgeschichte in Kooperation mit dem Gesundheitsamt bis zum 8. April 2018 zeigt. Die Teilnahme ist kostenfrei.

Bereits am Freitag, 14. Oktober, führt die Kuratorin der Ausstellung Sabine Börchers um 15 Uhr durch die Schau. Die Teilnahme kostet sechs Euro, ermäßigt drei Euro. Der Eintritt in die Ausstellung ist frei.

Aktuelle Informationen zu den Veranstaltungen sind auf der Website des Instituts für Stadtgeschichte zu finden.