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11.01.2017

Sylvia Weber: Richtiges Urteil des Europäischen Menschenrechtsgerichtshofs bietet Schulen Rechtssicherheit!

Sylvia Weber, Bildungsdezernentin, © privat
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(kus) Als „richtiges und ausgewogenes Urteil“, das Schulen die notwendige Rechtssicherheit biete, begrüßte Sylvia Weber, Dezernentin für Integration und Bildung, die Entscheidung des Europäischen Menschenrechtsgerichtshofs, wonach alle Kinder gemeinsam am Schwimmunterricht teilzunehmen hätten.

„Der gemeinsame Sport- und Schwimmunterricht“, so Weber, „ist genauso wie Klassenfahrten ein wichtiger Bestandteil des Bildungs- und Erziehungsauftrags einer Schule.“ Hierbei gehe es nicht nur um die physischen Fähigkeiten, sagte Weber. Gemeinsame Aktivitäten förderten auch das Zusammenleben und gegenseitige Verständnis, die Hilfsbereitschaft und das Verantwortungsbewusstsein.

Auch wenn die große Aufregung um das Thema eine andere Einschätzung nahelege, so Weber, beschäftige es doch nur eine Minderheit der muslimischen Eltern. Natürlich gehe es darum, jeden Einzelfall ernst zu nehmen und das Gespräch mit verunsicherten oder besorgten Eltern zu suchen. „Klar ist aber auch, dass wir den Bildungsauftrag achten und die Schule ein geschützter Ort ist, an dem sich Kinder und junge Menschen unabhängig von weltanschaulichen oder religiösen Vorstellungen anderer emanzipieren und zu mündigen Bürgern entwickeln sollen“.