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Ordnungswidrigkeiten, Knöllchen

Strafzettel an der Windschutzscheibe<br />
© Stadt Frankfurt am Main, Ordnungsamt
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Ein "Knöllchen" an der Windschutzscheibe vorzufinden, ist für viele Autofahrer immer noch "Adrenalinfaktor Nummer 1", wenn es um Behördenkontakte geht. Auch wenn meistens etwas anderes vermutet wird: Der Haushalt der Stadt Frankfurt wird nicht durch Knöllchen saniert. Vielmehr geht es um Fragen der Verkehrssicherheit. Wo in zweiter Reihe auf der Fahrbahn geparkt wird, Fahrrad- und Gehwege, für Bewohner vorgesehene Parkmöglichkeiten, Behindertenparkplätze und Zebrastreifen blockiert und selbst Rettungswege durch parkende Fahrzeuge versperrt werden, hilft eine Geldbuße oder eine Verwarnung doch mehr als bloße mahnende Worte.

Grundsätzlich hilft bei allem (verständlichen) Ärger nur eines: Ruhig Blut bewahren.
Der überwiegende Teil der 'Knöllchen' in der Form von sogenannten Scheibenwischerverwarnungen verteilt. Auf diesen befindet sich ein Hinweis über die Zahlungsmöglichkeit sowie das automatisch vergebene Aktenzeichen. Mit diesen Angaben haben Sie die Möglichkeit, innerhalb der drei nächsten Werktage das aufgedruckte Verwarnungsgeld (bis 55 €) zu begleichen und das Verfahren ohne weiteren Schriftverkehr zu beenden. Sofern Sie die Dreitagesfrist verstreichen lassen, sich zum Verfahren äußern oder nicht zahlen wollen, läuft das Verfahren automatisch weiter und Sie sollten warten, bis Sie Post von der Bußgeldbehörde erhalten.
Dort finden Sie jeweils Aktenzeichen und Name der Sachbearbeiterin oder des Sachbearbeiters. Bei Verwarngeldangeboten sollte man generell berücksichtigen, dass die Bußgeldstelle für den Fall, dass man dem Verwarngeldangebot nicht zustimmt, ohne weitere Äußerung einen Bußgeldbescheid erlassen kann. Dieser ist dann meistens teurer, als das Verwarngeldangebot, da auch der Verwaltungsaufwand für Bußgeldverfahren ungleich höher ist, als bei den automatisierten Verwarngeldverfahren.

Sofern es sich um ein Bußgeldverfahren (Verstöße gegen die Straßenverkehrsordnung über 55 €) handelt, besteht die Möglichkeit der unmittelbaren Zahlung nicht. In diesen Fällen ist ein Anhörungsverfahren gesetzlich vorgeschrieben.

Was grundsätzlich auf Sie zukommen kann, können Sie im Bußgeldkatalog des Bundesverkehrsministeriums nachschlagen (siehe unter „Links“).

Je nach Zuständigkeit können Sie bei einer Ordnungswidrigkeit, die Sie in Frankfurt begangen haben, Post vom Regierungspräsidium Kassel oder vom hiesigen Ordnungsamt erhalten.

Das RP Kassel ist zuständig für alle in Frankfurt am Main begangenen Verkehrsordnungswidrigkeiten,

  • die mit einem Verwarngeld bedroht sind und von der Landespolizei zur Anzeige gebracht werden
  • die auf Autobahnen festgestellt wurden.



Das Ordnungsamt Frankfurt ist zuständig für:

  • alle bußgeldbedrohten Verkehrsordnungswidrigkeiten, die in Frankfurt am Main begangen wurden
  • alle Verkehrsordnungswidrigkeiten, die durch die Stadtpolizei des Straßenverkehrs- oder des Ordnungsamtes zur Anzeige gebracht wurden
  • alle Verkehrsordnungswidrigkeiten, die in Frankfurt am Main begangen wurden und von Privatpersonen zur Anzeige gebracht wurden.



Im Übrigen: Die Außendienstmitarbeiterinnen und -mitarbeiter in der Verkehrsüberwachung erhalten keine "Fangprämien" für besonders viele Knöllchen. Sie sorgen vielmehr für die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer in unserer Stadt. Dies gilt insbesondere im Bereich von Schulwegen und in Tempo-30-Zonen durch gezielte Geschwindigkeitskontrollen.

Neben den staatlich dafür vorgesehenen Stellen hat zudem auch jeder Bürger das Recht, eine durch ihn festgestellte Ordnungswidrigkeit als Privatperson zur Anzeige zu bringen.

Sollte Sie also ein ordnungswidriges Verhalten Anderer stören, können Sie einen der nebenstehenden Vordrucke (siehe unter 'Formulare') zur Fertigung einer Anzeige verwenden und diese vollständig ausgefüllt und unterschrieben an das Ordnungsamt senden. Zur besseren Beweislage kann gerne auch ein Foto beigefügt werden. Bitte beachten Sie, dass Sie als Anzeigeerstatter/in gleichzeitig auch Zeuge/Zeugin der Ordnungswidrigkeit sind. Gemäß § 46 des Ordnungswidrigkeitengesetzes (OWiG) in Verbindung mit § 200 der Strafprozessordnung (StPO) ist die Verwaltungsbehörde verpflichtet, dem Betroffenen den Vor- und Familiennamen sowie den Wohnort des Zeugen bereits im Anhörungsschreiben bzw. dem Verwarnungsgeldangebot bekannt zu geben. Im weiteren Verfahren können Sie möglicherweise durch das Ordnungsamt oder auch vor Gericht zur Sache befragt werden. Anonyme Anzeigen können daher nicht bearbeitet werden.

Adresse

Logo des Ordnungsamtes © Stadt Frankfurt am Main

Ordnungswidrigkeiten
Ordnungsamt
Kleyerstraße 86
60326 Frankfurt am Main

 
Telefon: +49 (0)69 212 43936
Telefax: +49 (0)69 212 9743754
E-Mail: Link-Iconzentrale-dienste.322.amt32 [At] stadt-frankfurt [Punkt] de

Öffnungszeiten

Bitte beachten Sie, dass einige Bereiche des Ordnungsamtes abweichende Regelungen zu den allgemeinen Öffnungszeiten haben.

Tabelle Öffnungszeiten
Mo08:00 - 13:00 Uhr
Digeschlossen
Mi07:30 - 15:00 Uhr
Do13:00 - 18:00 Uhr
Fr07:30 - 12:00 Uhr
Inhalte / Content

Verkehrssicherheit
Straßenverkehrsamt
Kurt-Schumacher-Straße 45
60313 Frankfurt am Main

 
Telefon: +49 (0)69 212 36360
Telefax: +49 (0)69 212 38159
E-Mail: Link-Iconverkehrssicherheit [At] stadt-frankfurt [Punkt] de