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Geschichte

Die wichtigsten Schritte im Überblick:

Tabelle
um 1925
Erste Ideen zur Erhaltung der Nidda mit Umgebung als grüner Freiraum zwischen der Kernstadt und den neuen Siedlungen unter Baustadtrat Ernst May und Gartenbaudirektor Max Bromme. Ein bekanntes Beispiel für einen gelungenen Übergang zwischen Stadt und Landschaft ist die "Römerstadt Siedlung". Leberecht Migge plante Gärten und Grünanlagen dieser Siedlung

1978
Der Architekt und Stadtplaner Till Behrens entwickelt ein erstes Konzept für den Frankfurter Grüngürtel.

1989
Die Stadtverordnetenversammlung der Stadt Frankfurt am Main beschließt, ein Projektjahr durchzuführen, in dem die Fläche und die Ziele des Frankfurter GrünGürtels festgelegt werden sollen.

1990 -1991
GrünGürtel-Projektjahr u.a. mit Sommerakademie und Wettbewerb für die Bevölkerung. Politik, Verwaltung, Bürgerinnen und Bürger, nationale und internationale Planerinnen und Planer wirken an dem Ideenfindungsprozess mit.

14.11.1991
Die Stadtverordnetenversammlung der Stadt Frankfurt am Main beschließt einstimmig die GrünGürtel-Verfassung.

1991-1992
"Interregnum" durch eine verwaltungsinterne Arbeitsgruppe GrünGürtel, Leitung: Klaus Wichert, Umweltamt der Stadt Frankfurt am Main.

1992-1996
Einrichtung einer GrünGürtel GmbH, die aus der früheren Bundesgartenschau GmbH hervor ging. Geschäftsführung: Prof. Peter Lieser und Dietmar Vogel. In dieser Zeit entstehen u.a.: der 75 Kilometer lange GrünGürtel-Radrundweg, die GrünGürtel-Freizeitkarte (Gesamtauflage bis heute ca. 400.000), der Radwanderführer "Kreuz und Quer", der Streuobst Lehrpfad Sossenheim sowie die Umgestaltung des Nordparks Bonames mit Künstlern und Kindern.

1994
Das Regierungspräsidium Darmstadt weist den GrünGürtel als Landschaftsschutzgebiet aus.

1995
Der Regionalpark RheinMain entsteht; der GrünGürtel bildet das Zentrum um die Kernstadt.

1996
UN-Auszeichnung: Auf der Konferenz Habitat II in Istanbul zeichnen die Vereinten Nationen den Frankfurter GrünGürtel als positives Beispiel für eine nachhaltige Stadtentwicklung aus (Best Practice).

1997
Installation der ämterübergreifenden Projektgruppe GrünGürtel. Leitung: Klaus Hoppe, Umweltamt der Stadt Frankfurt am Main, Stellvertretung: Stephan Heldmann, heute Leiter des Grünflächenamtes der Stadt Frankfurt am Main. Nachfolge in der Stellvertretung: Heike Appel, Grünflächenamt der Stadt Frankfurt am Main.
Aufgabe: Weiterentwicklung und Umsetzung des GrünGürtel-Beschlusses von 1991 in einer ämterübergreifenden Zusammenarbeit. In der Projektgruppe arbeiten - neben ihren sonstigen Aufgaben - heute 9 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus Umweltamt, Grünflächenamt (inkl. StadtForst) und Planungsamt in Kooperation mit weiteren städtischen Einrichtungen wie z.B. Stadtentwässerung und Untere Naturschutzbehöre. Die Zusammenarbeit mit weiteren öffentlichen, aber auch privaten und ehrenamtlichen Partnern wird gepflegt.

Seit 1997
Die Projektgruppe entwickelt die Gestaltungslinien für den GrünGürtel nach dem Prinzip der kleinen Eingriffe und setzt sie in den folgenden Jahren um:
1. Einführen der GrünGürtel-MerkMale (Stele, Bank, Baumgruppe und Baumhain)
2. Entwickeln und Umsetzen von Projekten wie z.B. dem Bohlenweg in der Schwanheimer Düne, der Finlaysäule an der Goetheruh, der Neugestaltung des Alten Jüdischen Friedhofs in Bergen, der Entsiegelung und Umgestaltung des Alten Flugplatzes bei Bonames/Kalbach
3. Definition der "Besonderen Orte", 75 Orte, die entweder eine historische oder kulturelle Bedeutung haben, Informationen vermitteln, Naturschutzgebiete oder Parks - in jedem Fall als Ausflugsziele geeignet sind.
4. Landschaftsplanung zu charakteristischen Landschaften (Streuobst, Wiesen, Wald, Ackerland u.a.) im GrünGürtel, die in der Zukunft zu "GrünGürtel-Parks entwickelt werden können.
5. Öffentlichkeitsarbeit: u.a. GrünGürtel-Spaziergänge, GrünGürtel-Broschüren, Internetauftritt, GrünGürtel-Tier, Bildungsprogramm "Entdecken, Forschen, Lernen"

1998
Das Regierungspräsidium Darmstadt erweitert das Landschaftsschutzgebiet "GrünGürtel und Grünzüge in der Stadt Frankfurt am Main" um großzügige radiale Verbindungen des GrünGürtels nach außen in die Region. Der GrünGürtel Frankfurt als Kern des Regionalparks RheinMain ist nun enger mit der Region verknüpft.

1999
Ein Bohlenweg wird im Naturschutzgebiet Schwanheimer Düne angelegt. Beginn der jährlichen Veranstaltungsreihe "Spaziergänge im Frankfurter GrünGürtel" mit jeweils 6 Spaziergängen in den Sommermonaten. Sechs GrünGürtel-Baumgruppen und zwei Baumhäine werden gepflanzt und GrünGürtel-Stelen gesetzt. Der Fähranleger in Schwanheim wird neu gestaltet.

2000
Die Goetheruh und ihr Umfeld wird neu gestaltet und eine Säule von Ian Hamilton Finlay gelegt. In Harheim findet ein GrünGürtel-Fest zum Thema "Streuobst" statt. Die Eingänge zum GrünGürtel sind nun mit GrünGürtel-Stelen markiert. Die GrünGürtel-Freizeitkarte erscheint in der 4. Auflage.

2001
10-jähriges Jubiläum: GrünGürtel-Jubiläumskalender, Broschüre "Das Land der Stadt am Fluss", erweitertes Veranstaltungsprogramm, Fachsymposium im Architekturmuseum. Das Umfeld des alten Jüdischen Friedhofs in Bergen wird neu gestaltet, ebenso der Weg zur benachbarten Berger Warte. Ein Quellenwanderweg wird zwischen Bergen-Enkheim und Seckbach eingerichtet, eine Begleitbroschüre erscheint.

2002
Robert Gernhardt erfindet das GrünGürtel-Tier. Ein Rundweg um die Schwanheimer Alteichen entsteht. Start der GrünGürtel-Präsentation im Internet www.gruenguertel.de. Im Stadtwald wird eine Bioptopkartierung durchgeführt; eine Ausstellung findet im StadtWaldHaus statt und eine begleitende Broschüre "Artenvielfalt" erscheint.

2003
Entsiegelung und Umgestaltung des Alten Flugplatzes bei Bonames und Kalbach, weitere Umgestaltungen werden dort folgen. Erste Pflanzung im Spenden-Baumhain am Alten Flugplatz. Der 62 Kilometer lange GrünGürtel-Rundwanderweg wird eingerichtet. Fünfte und völlig überarbeitete Auflage der GrünGürtel-Freizeitkarte. Start des Projekts "Bildungsraum GrünGürtel" mit dem jährlichen Programm "Entdecken, Forschen, Lernen im GrünGürtel". Kinder und Jugendliche sollen so in Kita, Schule und Freizeit den GrünGürtel kennen und lieben lernen.

2004
Ein Radrundweg um den Industriepark Höchst wird eingerichtet, eine begleitende Broschüre erscheint. Zum Rundwanderweg erscheint der ein Wanderpass: 9 Stempelstelen müssen auf dem Rundwanderweg in den Pass eingestempelt werden, bevor er "gültig" wird. Mehrere große Baumhaine werden gepflanzt. Eine Broschüre zum Alten Flugplatz erscheint. Zweite Pflanzung im Spenden-Baumhain am Alten Flugplatz.

2005
Gleich zweimal wird der GrünGürtel ausgezeichnet: Der Bund der Deutschen Landschaftsarchitekten vergibt einen ersten Preis für die Gestaltung des Alten Flugplatzes und die UNESCO benennt das Programm "Entdecken, Forschen, Lernen im GrünGürtel" zum Beispielprojekt für die Dekade der Nachhaltigen Entwicklung. Am Mainufer bei Oberrad wird das "Ich-Denkmal" von Hans Traxler eingeweiht, der Judenborn bei Bergen saniert und im Societätsverlag erscheint das Buch "Hinter Frankfurt das Meer" mit Texten über den GrünGürtel von 29 Autorinnen und Autoren.

2006

Die Umgestaltung am Alten Flugplatz kommt mit dem Bau der neuen Brücke über die Nidda einen weiten Schritt nach vorn. Dabei ist die Brückenfigur, ein GrünGürtel-Tier aus Bronze, ein ungewöhnliches Beispiel für Kunst am Bau. Nicht nur hier, auch an anderen Stellen entlang des GrünGürtel-Rundwanderwegs sind neue Begegnungen mit Komischer Kunst möglich. Einige Bäume wurden in Geschöpfe von F. K. Waechters verwandelt: Eule, Struwwelpeter, Monsterkinder, Monsterspecht und Pinkelbaum sind die ersten, die zu besichtigen sind. Wer wandern möchte, kann gleich drei neue Wanderwege testen: den Goethepfad, die Rundwege am Berger-Bischofsheimer Hang und ein Rundweg in Nieder-Eschbach.
Leider gab es auch ein sehr trauriges Ereignis: Robert Gernhardt starb am 30. Juli. Er wurde geliebt und bewundert. Viele Jahre engagierte er sich für den Frankfurter GrünGürtel und ist heute dank des GrünGürtel-Tiers nicht mehr wegzudenken.

2007
Im GrünGürtel steht seit Mai Deutschlands erstes Denkmal für ein Nationalgericht: Das Grüne-Soße-Denkmal, denn die Original-Kräutermischung wird nur in Frankfurts GrünGürtel angebaut. Am Alten Flugplatz wurde gemeinsam mit den Ortsbeiräten ein Entwurf gefunden, der den Tower zu einem Aussichtsturm machen soll. Ein Themenschwerpunkt war die künftige Umwandlung der Landschaftlücke in eine grüne Verbindung - dank EU-Förderung und reger Teilnahme von Bürgerinnen und Bürgern. Am StadtWaldHaus ist ein weiteres Objekt der Komischen Kunst - "Der König der Eichhörnchen" - installiert, am Enkheimer Ried eine Aussichtsplattform eingerichtet und im Fechenheimer Mainbogen eine Sitzbank von Jugendlichen hergestellt worden. Drei Büchereien zeigten Fotografien von Stefan Cop mit Impressionen aus dem Frankfurter GrünGürtel.

2008
Ein Jahr, in dem viel geschah. Am Alten Flugplatz gibt es nun Lotsen: "LandschaftsLotsen", die über den Ort und die Natur informieren. In der LandschaftsLücke fand mit vielen Bürgerinnen und Bürgern ein prallgefüllter Aktionssommer statt. Seit 10 Jahren gibt es Spaziergänge im GrünGürtel aber jetzt fand erstmals ein Kongress zur Promenadologie statt. Mit dem Sossenheimer Obstpfad und dem Rundweg Nieder-Eschbach führen zwei weitere Rundwege durch den GrünGürtel. Und mit dem Elfmeterpunkt von F. W. Bernstein und der Dicken Raupe von F. K. Waechter wird er um Komische Kunst bereichert. Zur Grünen Soße und den Oberräder Kräuterfeldern erschien eine Broschüre.

2009
Ein völlig neues Ausflugsziel im GrünGürtel entstand dort, wo die Hohe Straße am GrünGürtel beginnt. An einen fast völlig vergessenen Park wird im Waldspielpark Louisa erinnert mit dem Blick auf eine Pferdeskulptur. Und im Wald führt der Rundweg ums Oberforsthaus zu historischen und modernen Orten im Stadtwald.#

2010
Die Regionalpark-Route zum Opelzoo macht nun auch Kindern Spaß, denn unterwegs warten tierische Überraschungen, passend dazu gibt es ein Safari-Buch. In der VHS gab es eine Ausstellung mit Fotos der Landschaftslücke, gemacht von Menschen aus dem Ostend. Die Landschaftslotsen waren im Sommer am Fluss unterwegs, um Konflikte zwischen Radfahrenden und zu Fuß Gehenden zu schlichten. Im Vorgriff auf den zwanzigsten Geburtstag des GrünGürtels im nächsten Jahr sollte ein Arbeitsprogramm für die nächsten Jahre entwickelt werden. Dazu gab es eine Umfrage unter den Bürgerinnen und Bürgern und ein Kongress mit Experten. Ein Planungsbüro entwickelte aus den Ergebnissen zusammen mit der Umweltdezernentin und Fachleuten ein Leitbild und das Arbeitsprogramm.

2011
Zum 20. Geburtstag des GrünGürtels passiert einiges: Mit dem Büro Borries wird eine Bestandsaufnahme des GrünGürtels erstellt und die Leitlinien für die nächsten Jahrzehnte erarbeitet. Ein Ergebnis davon ist ein "Speichen- und Strahlenplan", der den GrünGürtel an Stadt und Region anbienden soll. Der Führer Kreuz und Quer durch den Frankfurter GrünGürtel erscheint, eine Fotoausstellung zeigt den Blick der Bürger auf den GrünGürtel und am Geburtstag im November gibt es einen großen Empfang im Kaisersaal. Und am Jahresende stehen drei weitere GrünGürtel-Tiere am Tiroler Weiher, eins davon sogar in Gold auf einer Säule.

2012
Zum "Strahlen- und Speichenplan" gibt es eine große Bürgerbeteiligung im Internet und auf vielen Veranstaltungen. Ein Botanischer Führer zum Berger Hang erscheint, die Stadtimker richten sich am Alten Flugplatz ein und eine erste Unterführung auf dem GrünGürtel-Rundweg wird mit Glitzermoos verschönert. Der Alte Flugplatz gewinnt den internationalen Green Good Design Award.

2013
Es wird viel geplant: Die Arbeit am Strahlen- und Speichenplan schreitet voran und ein neuer Grünzug in Fechenheim wird entworfen. Im Nordpark Bonames zieht Bernd Pfarrs komische "Sondermann-Figur" ein, eine Skulptur aus Sandstein sowie ein satirisches Bauschild. Die neue Gestaltung am Alten Flugplatz wird 10 Jahre alt, und das wird mit einem Fest gefeiert und mit einer Auszeichnung der Deutschen Gesellschaft für Gartenkunst und Landschaftskultur gewürdigt. Klaus Hoppe, der langjährige Leiter der Projektgruppe GrünGürtel wechselt zur Landes- und Landschaftsplanung der Stadt Hamburg.

2014
Neuer Leiter der Projektgruppe wird Dr. Thomas Hartmanshenn. Der GrünGürtel-Rundwanderweg wird als bester Wanderweg Deutschlands ausgezeichnet. In Fechenheim findet eine Bürgerbeteiligung für den neuen Grünzug statt.

2015
Die Planungen für die naturnahe Umgestaltung des Fechenheimer Mainbogens beginnen. Um die Umsetzung des Strahlen- und Speichenplans zu fördern, wird erstmals der Klein-Grün-Preis ausgerufen, erster Sieger wird das Griesheimer Bahnhofsgärtchen. Zum Jahresende erscheint ein GrünGürtel-Kalender für das bevorstehende Jubiläumsjahr.

2016
Der GrünGürtel wird 25 Jahre alt und mit einem großen Jubiläumsprogramm gefeiert; darin auch ein Jubiläumsfest am Alten Flugplatz mit Oberbürgermeister Peter Feldmann. In Oberrad wird eine Reihe von Info-Stelen zur Frankfurter Grünen Soße und im Stadtwald die neugestaltete Haltestelle Neu-Isenburg. Durch Frankfurt fährt eine von Philip Waechter gestaltete GrünGürtel-U-Bahn. Zur Umgestaltung des Fechenheimer Mainbogens erscheint eine Broschüre und an den GrünGürtel-Zugängen werden 25 Karten-Stelen aufgestellt. Das Projekt "Städte wagen Wildnis" startet im Nordpark Bonames und am Monte Scherbelino.