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Kaisersaal

360°Panorama-Standbild vom Kaisersaal, © IUW
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Der Kaisersaal ist das unbestrittene Schmuckstück des Römers. Er ist der Festsaal für alle wichtigen Empfänge - zuletzt der Neujahrsempfang der Stadt mit „Kaiser“ Franz Beckenbauer -, Ordensverleihungen und gesellschaftliche Anlässe.

Der VIP-Raum der Stadt
Der Ex-Bürgermeister von New York, Rudolf Giuliani, mehrfach die deutsche Fußballnationalmannschaft der Herren und der Damen, ebenso der Dalai Lama und John F. Kennedy, und viele andere illustre Gäste aus Politik, Film und Sport waren hier und trugen sich ins Goldene Buch der Stadt ein.

Alle alten Kaiser in Öl
Hier gibt es die einzige vollständig erhaltene Galerie aller Kaiser und Könige des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation - von Karl dem Großen über Friedrich Barbarossa bis zu Franz II, insgesamt 52 gekrönte Häupter. Die Galerie ist zwischen 1838 und 1853 von verschiedenen Künstlern - darunter Philipp Veit, Alfred Rethel, Eduard von Steinle - geschaffen worden. Hinter den Gemälden, in den gotischen Wandnischen, befanden sich Büsten der Kaiser; sie sind im 2. Weltkrieg verbrannt.
In einer Glasvitrine ist eine Kopie der Goldenen Bulle von 1356 ausgestellt, die Frankfurt zum Wahlort der deutschen Könige bestimmte.

Beinahe "Wiege der Demokratie"
Anfangs wurde der Kaisersaal als Versammlungssaal des Frankfurter Rates genutzt. 1612 luden die Ratsherren erstmals zu einem Festbankett in ihren Ratssaal ein, Grund: Die Krönung von Kaiser Mathias. Das letzte Krönungsmahl fand am 5. Juli 1792 für Kaiser Franz II. statt. Er wurde offenbar schon beim Kauf des Römers gebaut, war ein Ort zum Feiern, zur bürgerlichen Selbstdarstellung.
Im Jahr 1848 sollte noch einmal an die große Vergangenheit des Kaisersaals und des Römersaals als "hus des riches" angeknüpft werden: Eigentlich wollte die Nationalversammlung damals im Kaisersaal tagen. Aber das erste frei gewählte deutsche Parlament musste dann aus Platzgründen in die benachbarte Paulskirche verlegt werden.

Architektur
Der Kaisersaal besteht aus einem Mix aus Mittelalter, Romantik und Wiederaufbau. Die heutige unauffällige Deckenvertäfelung entspricht derjenigen des Mittelalters. 1903 wurde der Kaisersaal aber renoviert, und um den wilhelminischen Prunk zu steigern, sind dabei Reichsadler an das Holzgewölbe gemalt worden. Beim Wiederaufbau hat man auf derartige Malereien verzichtet.

Adresse

Kaisersaal im Römer
Römer
Frankfurt am Main

Öffnungszeiten

Der Kaisersaal kann besichtigt werden, wenn keine Veranstaltung stattfindet.

Tabelle Öffnungszeiten
Mo - So10:00 - 13:00 Uhr und
14:00 - 17:00 Uhr
Eintritt 2 Euro (ermäßigt 0,50 Euro)
ACHTUNG: Kurzfristige Änderungen der Öffnungszeiten wegen geschlossener Veranstaltungen sind möglich.
Nähere Auskünfte dazu sind unter der Telefonnummer
+49 (0)69 212 34814 oder -36814 erhältlich.