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Fluglärm

Fluglärm ist nach dem Straßenverkehr die bedeutendste verkehrsbedingte Ursache für Lärmbelästigungen in Deutschland. Er wird zunehmend als störend empfunden. Bundesweit fühlt sich fast jeder Dritte durch Fluglärm belästigt. Hauptquellen des Lärms sind die Triebwerke, das Fahrwerk und die das Flugzeug umströmende Luft. Trotz positiver Entwicklungen bei der technischen Lärmminderung nehmen die Fluglämbelastungen durch den Anstieg der Flugbewegungen, die Lage der Start- und Landebahnen (vor allem durch die Neuanlage oder Erweiterung von Flughäfen in der unmittelbaren Nähe von bewohnten Gebieten) und die Führung der An- und Abflugstrecken zu.

Die neue Landebahn am Frankfurter Flughafen ist seit 21.10.2011 in Betrieb. Durch die Lage der Bahn sind neue Betroffenheiten westlich und östlich des Flughafens entstanden, weil die Anfluggrundlinie unmittelbar über bestehende Siedlungen führt. Bei Betriebsrichtung West (25) wird seither der Frankfurter Süden im Endanflug in niedriger Höhe überflogen.

Derzeit werden etwa 650 Starts und 650 Landungen täglich am Frankfurter Flughafen abgewickelt.

Nach einer Bürgerbefragung vom Dezember 2012 ist für 11% der Frankfurterinnen und Frankfurter der Flughafen (insbesondere der Fluglärm) hinter der dem Wohnungsmarkt (27%) und der Verkehrssituation (25%) das größte Stadtproblem.

Lärmaktionsplan für den Flughafen Frankfurt
Für Großflughäfen mit mehr als 50.000 Flugbewegungen pro Jahr sind gemäß § 47 d des Bundes-Immissionsschutzgesetzes Lärmaktionspläne aufzustellen. Der Lärmaktionsplan Hessen, Teilplan Flughafen Frankfurt/Main, ist mit der Veröffentlichung am 05. Mai 2014 in Kraft getreten. Die Öffentlichkeit wird mit der Veröffentlichung auch über das Ergebnis der Mitwirkung im Rahmen der Öffentlichkeitsbeteiligung unterrichtet. Im Rahmen der Öffentlichkeitsbeteiligung hatten die Bürgerinnen und Bürger, die Kommunen und Träger öffentlicher Belange Gelegenheit, zum Entwurf des Lärmaktionsplans aus dem Jahr 2012 Stellung zu nehmen. Insgesamt gingen knapp 11.000 Stellungnahmen beim Regierungspräsidium ein. Die Stellungnahmen wurden thematisch gebündelt und im vorliegenden Lärmaktionsplan beantwortet. Weitere Infos siehe Lärmaktionsplan Flughafen.

Lärmmessungen in der Nähe der Martin-Buber-Schule
Das Umwelt- und Nachbarschaftshaus des Forums Flughafen und Region hat mit einer mobilen Messstation in der Nähe der Martin-Buber-Schule Lärmmessungen durchgeführt. Die Auswertung der An- und Abflüge sowie der Fluglärmmessdaten des Messpunktes 259 in der Nähe der Martin-Buber-Schule auf dem Frankfurter Lerchesberg ist unter UNH: Auswertung Lärmmessungen abrufbar.

Nachtflugverbot zwischen 23 und 5 Uhr
Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig hat am 4. April 2012 entschieden, dass keine planmäßigen Flüge zwischen 23 und 5 Uhr erlaubt sind. Zwischen 22 und 23 Uhr und 5 und 6 Uhr sind im Jahresdurchschnitt 133 planmäßige Flüge zulässig. Die Urteilsbegründung kann als pdf-Datei Urteilsbegründung heruntergeladen werden.

Unter UNH: Fluglärmmonitoring sind Lärmkonturenkarten, die aktuelle Flugsituation über Frankfurt, die Live-Lärmdaten von einzelnen Flügen und der Stand der Umsetzung der Maßnahmen des Aktiven Schallschutzes einsehbar.

Entwicklung des Fluglärms

Nach dem Planfeststellungsbeschluss zum Ausbau des Verkehrsflughafens Frankfurt Main vom 18.12.2007 ist die Fraport AG verpflichtet, die Entwicklung des Fluglärms regelmäßig zu untersuchen und die Untersuchungsergebnisse dem Hessischen Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung (HMWEVL) zu übermitteln.

Unter dem Link "HMWEVL: Entwicklung des Fluglärms" ist die Entwicklung des Fluglärms für die Jahre 2012 und 2013 in kartografischer Darstellung abrufbar.

Unter dem Link "UNH:Cadenza" ist eine neue Anwendung für Fluglärmkonturenkarten zu finden, mit welcher die Gebiete und Betroffenenzahlen der verschiedenen Jahre miteinander verglichen und ausgewertet werden können.

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