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Suchtprävention

Suchtprävention umfasst alle vorbeugenden Maßnahmen, die auf die Verringerung der Nachfrage nach legalen und illegalen Suchtmitteln und auf die Verhinderung von süchtigem Verhalten zielen.

Im Rahmen der Gesundheitsförderung ist ihr Ziel, "den Menschen ein höheres Maß an Selbstbestimmung über ihre Gesundheit zu ermöglichen." Hierzu ist es notwendig, "dass sowohl Einzelne als auch Gruppen ihre Bedürfnisse befriedigen, ihre Wünsche und Hoffnungen wahrnehmen und verwirklichen sowie ihre Umwelt meistern bzw. sie verändern können." (Ottawa-Charta der Weltgesundheitsorganisation, 1986)

Präventionsmaßnahmen werden Sucht generell nicht verhindern können. Suchtprävention kann aber helfen, die Zahl der Süchtigen zu verringern, den Erstkonsum möglichst lange hinauszuschieben und Risikokompetenzen zu fördern.

Die Suchtprävention der Stadt Frankfurt am Main hat folgende Ziele:
1. Förderung von Lebens- und Risikokompetenz
2. Verhinderung bzw Verzögerung des Einstiegs
3. Früherkennung und Frühintervention
4. Reduzierung riskanter Konsummuster

Suchtprävention ist pragmatisch, zielgruppenspezifisch und an den Lebenswelten von Kindern und Jugendlichen orientiert.

In den suchtpräventiven Angeboten für Kinder bis zum 13. Lebensjahr steht die Lebenskompetenzförderung im Vordergrund (universelle Suchtprävention). Bei Jugendlichen hingegen, die erste eigene Erfahrungen mit Substanzenkonsum haben spielen sachliche Informationen, Risikokompetenzförderung und peer-to-peer Ansätze eine wichtige Rolle (selektive Suchtprävention).
Für Jugendliche, die bereits regelmäßig und riskant Substanzen konsumieren gibt es verschiedene Angebote zur Frühintervention (indizierte Suchtprävention).

Suchtprävention ist eine gemeinsame Aufgabe aller Institutionen, die mit Kindern und Jugendlichen arbeiten. Die Drogenhilfe hat hierbei die Aufgabe, Knowhow zu vermitteln, Anregungen zu geben und Kooperationen anzubieten mit dem Ziel, Suchtprävention in die verschiedenen pädagogischen Arbeitsfelder hinein zu tragen.