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16.08.2013

Unentbehrlich und verachtet: jüdische Geldverleiher im Mittelalter

Jüdisches Museum, Außenansicht, August 2013, © Foto: PIA/Stefan Maurer
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Vortrag von Martina Keil im Jüdischen Museum

(pia) Vielfach und durchaus zu Recht werde die berufliche Tätigkeit von Juden im Mittelalter in erster Linie mit der Geldleihe in Verbindung gebracht. Tatsächlich habe die große Mehrheit der jüdischen Bevölkerung ihren Lebensunterhalt durch Geldgeschäfte bestritten. Ob diese Berufswahl freiwillig erfolgte, welche rechtlichen Grundlagen und sozialen Auswirkungen sie hatte und wie sie sich im Alltagsleben niederschlug, wird Thema eines Vortrags mit dem Titel „Unentbehrlich und verachtet. Jüdische Geldverleiher im Mittelalter“ am kommenden Mittwoch, 21. August, 19 Uhr sein.

Der Abend im Jüdischen Museum am Untermainkai ist Teil des Rahmenprogramms der Ausstellung „Juden. Geld. Eine Vorstellung“. Die Referentin Martha Keil ist Direktorin des Instituts für Jüdische Geschichte Österreichs und hat zahlreiche Veröffentlichungen zur Sozial- und Wirtschaftsgeschichte der Juden im Mittelalter vorgelegt. Der Eintritt ist frei.