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06.12.2017

Paulskirche leuchtet im Zeichen der Menschenrechte blau

Paulskirche, © PIA Stadt Frankfurt / Karola Neder
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(kus) (kus) „Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren. Sie sind mit Vernunft und Gewissen begabt und sollen einander im Geiste der Brüderlichkeit begegnen.“

Am 10. Dezember jährt sich die Verabschiedung der UN-Menschenrechtserklärung, deren Artikel 1 hier zitiert ist – sie wurde 1948 verabschiedet. Auf verschiedenen Kontinenten erstrahlen anlässlich dieses Jubiläums herausragende, international bekannte Gebäude in Blau, der Farbe der Vereinten Nationen. Auch die Frankfurter Paulskirche – als einziges Bauwerk in Deutschland – setzt ein Zeichen für Menschenrechte, Menschlichkeit, für Frieden und Solidarität. Und leuchtet gemeinsam mit dem Empire State Building in New York, dem CN Tower in Toronto, Taipei 101 in Taipei, dem Opera House in Sydney und vielen mehr.

„Am 10. Dezember erinnern Organisationen weltweit an die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte – auch wir wollen dabei sein“, sagt Ulrike Klinke-Kobale vom Human Rights Watch Komitee Frankfurt, welches das Lichtspektakel initiiert hat. „Und welches Gebäude eignet sich dafür besser als unsere Paulskirche?“ Die Idee entstand vor rund sechs Wochen. Schnell fand Klinke-Kobale Partner, um sie zu verwirklichen. Auch Oberbürgermeister Peter Feldmann konnte sie zügig überzeugen, die Paulskirche leuchten zu lassen.

„Unsere Paulskirche ist das Wahrzeichen für Demokratie in Deutschland. Es macht mich stolz, dass sie als einziges Gebäude in Deutschland am Tag der Menschenrechte in Blau getaucht an den 10. Dezember 1948 erinnert und daran, was heute nicht weniger von Bedeutung ist: Die Menschenrechte, die Grundlage für ein friedliches Zusammenleben sind. Sie gelten für alle Menschen und werden dennoch vielerorts ignoriert. Dies sollten wir uns bewusst machen – am Tag der Menschenrechte und an jedem anderen Tag“, sagt Oberbürgermeister Peter Feldmann. „Ich danke dem Frankfurter Komitee von Human Rights Watch und allen Unterstützern für diese großartige Aktion.“

Die Veranstaltungstechniker von Art Evolution Service (AES) illuminieren die Paulskirche am 10. Dezember mit 220 Akku-Schweinwerfern. Was nicht ganz einfach ist, wie Benny Coppik von AES erklärt: Der rote Sandstein, aus dem das Wahrzeichen gebaut ist, schluckt das blaue Licht. Heißt für die Beleuchtungsprofis: Lampen aufdrehen und kräftig Farbe geben. „Wir bauen am Morgen, noch bevor der Weihnachtsmarkt öffnet, einen Ring aus Leuchten um die Paulskirche herum auf. Einige positionieren wir im Römer, andere an der Berliner Straße. Bei Einbruch der Dämmerung beginnen sie zu strahlen – mehr und mehr, so dass das Blau immer intensiver wird.“ Auch MBF-Filmtechnik, die Firma Polyma und Wisag unterstützen die Aktion.