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04.12.2017

Peterskirchhof steht Bürgern wieder offen

(kus) Die Grunderneuerung des Peterskirchhofs, des ältesten erhaltenen christlichen Friedhofs Frankfurts, ist weitestgehend abgeschlossen. Seit Ende November ist die Grünanlage wieder für die Bevölkerung geöffnet. Im April hatten die Sanierung des historischen Areals begonnen

Der historische Peterskirchhof reichte von der Bleichstraße im Norden bis zur ehemaligen Diamantenbörse in der Stephanstraße im Süden und im Osten bis zur Liebfrauenschule. Die ursprüngliche Friedhofsgröße visualisieren ein Band aus blühenden Stauden und Gräsern, das von der Mauer der Peterskirche bis zum Diamantenbörse reicht, sowie Pflasterbänder und Messingplatten mit der Aufschrift Peterskirchhof im Gehweg nördlich der Stephanstraße. Auch die Grabstätten von Goethes Eltern wurden so kenntlich gemacht.

Der Hauptweg, der zur Treppenanlage an der Bleichstraße führt, ist nun gepflastert. Alle anderen Wege erhielten einen neuen, wassergebundenen Belag. Die Mauersockel wurden freigelegt und Drainagestreifen eingebaut, Rasenböschungen zu den Mauern hin ausgebildet sowie an verschiedenen Stellen Sandsteinmäuerchen errichtet. Mit neuen Eingangstoren im Süden, neuen Bänken und Abfallbehältern sowie neuen Leuchten erstrahlt der Peterskirchhof in frischem Glanz.

Es wurden mehrere Maulbeerbäume sowie Sträucher gepflanzt und die Rasenflächen angesät. Nun heißt es abwarten und die Rasenflächen schonen bis das Gras gewachsen ist – also bis zum Frühling. Im Staudenband blühen jetzt noch die Herbstastern in weißer und blauer Farbe und im Frühjahr beginnt das Farbenspiel mit Blausternchen und weißblühenden Anemonen.

Die stadtgeschichtlich wertvolle Grünanlage wurde entsprechend ihrer Bedeutung mit großer Sorgfalt gestaltet. Das Grünflächenamt hofft, dass sie entsprechend wertgeschätzt wird und weist ausdrücklich darauf hin, dass die denkmalgeschützte Gedenkstätte abends geschlossen ist, um Schäden zu vermeiden.

Die begonnenen Erhaltungsarbeiten an den insgesamt 188 vorhandenen Grabdenkmälern durch das Kulturamt werden voraussichtlich noch zehn Jahre andauern.