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14.11.2017

Die Frankfurter Kunstgewerbeschule und ihre Akteure

Logo Institut für Stadtgeschichte, © Institut für Stadtgeschichte Frankfurt am Main
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(kus) Am Montag, 20. November, setzt die Frankfurter Kunsthistorikerin und Mitgründerin der ernst-may-gesellschaft Frankfurt Ulrike May mit ihrem Vortrag „‚Neuer Gestaltungswille‘ – Die Frankfurter Kunstgewerbeschule und ihre Akteure“ die Vortragsreihe „Akteure des Neuen Frankfurt. Biografien aus Architektur, Politik und Kultur“ der Gesellschaft für Frankfurter Geschichte und des Instituts für Stadtgeschichte fort.

Der Kunsthistoriker Fritz Wichert übernahm 1923 mit großem Elan die Leitung der Frankfurter Kunstgewerbeschule. Sein Anspruch war kein geringerer, als mittels eines modernen, am Bauhaus orientierten Schulkonzeptes an einer grundlegenden „Stilerneuerung“ mitzuwirken. Hierfür wurden aufgeschlossene, zum Teil vom Bauhaus kommende Künstler berufen und neue Themen wie Mode, Fotografie, Typografie und Werbepsychologie, in den Unterrichtsplan aufgenommen.

Zwischen dem städtischen Hochbauamt und der Schule entwickelte sich ein enges Beziehungsgeflecht: Wichert avancierte neben Ernst May zum Mitherausgeber der Zeitschrift „Das Neue Frankfurt“, Mitarbeiter der Baubehörde unterrichteten an der Kunstgewerbeschule, deren Schüler wiederum an öffentlichen Aufträgen beteiligt wurden.

Anhand ausgewählter Biografien will der Vortrag Einblicke in die Frankfurter Kunstgewerbeschule als Laboratorium des „Neuen Frankfurt“ gewähren, das mit seinem ganzheitlichen Gestaltungsanspruch neue ästhetische Maßstäbe setzte.

Die Veranstaltung beginnt um 18.30 Uhr im Dormitorium des Karmeliterklosters, Münzgasse 9. Die Teilnahme kostet 4 Euro, ermäßigt 3 Euro. Für Mitglieder der Gesellschaft für Frankfurter Geschichte ist der Eintritt mit Ausweis kostenlos. Es besteht nur ein begrenztes Platzangebot. Reservierungen sind nicht möglich.