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10.10.2017

Oberbürgermeister Feldmann im Frankfurter Schullandheim Wegscheide

(kus) Ferienzeit heißt Ferienfreizeit-Zeit. Dieses Motto zum Anlass nehmend hat Oberbürgermeister Peter Feldmann am Montag, 9. Oktober, das Frankfurter Schullandheim Wegscheide in Bad Orb besucht. „Welche Frankfurter verbinden keine Erinnerung mit der Wegscheide“, fragte Feldmann bei seiner Ankunft. Da die Wegscheide eine zentrale Institution für Frankfurter Kinder ist, war es ihm ein Anliegen, sich vom Fortbestand und der Weiterentwicklung bei einem Besuch des Schullandheims zu informieren.

„Nicht nur für Klassenfahrten, auch für Ferienfreizeiten, ist das Schullandheim eine wichtige Institution, die es auch Familien mit einem geringen Budget ermöglicht, eine abwechslungsreiche und schöne Ferienzeit zu verbringen“, betonte der Oberbürgermeister. Der pädagogische Leiter des Schullandheims Andreas Bardorff erläuterte die verschiedenen Angebote: „In den Ferienfreizeiten, die teilweise auch mit dem Jugendamt der Stadt Frankfurt angeboten werden, steht der Spaß und der soziale Zusammenhalt in der Gruppe im Vordergrund. Neben Sport, Lagerfeuer, Wanderungen und Disco werden zum Beispiel in den Englischfreizeiten erweiterte Inhalte angeboten. Für alle Gruppen und Klassen, die das Schullandheim besuchen, vermittelt die Wegscheide über 35 verschiedene Projektangebote. Diese gehen von der Umweltbildung über kreative Angebote wie Specksteinbearbeitung bis hin zur Erlebnispädagogik mit Teamtraining an den Hochseilstationen im eigenen Wald.“

Während eines Rundgangs über das weitläufige Gelände berichtete der stellvertretende Vorsitzende der Stiftung Schullandheim Wegscheide Arnold Weber über die baulichen Neuerungen auf dem Gelände: „Noch in diesem Winter werden zwei neue Gruppenhäuser fertiggestellt. Die neuen Häuser sind behindertengerecht und eignen sich auch gut für Seminar- und Wochenendgruppen, da sie auch über kleinere Räume und die Möglichkeit zur Selbstversorgung verfügen. Des Weiteren wird im nächsten Jahr das neue ,Projekthaus‘ genutzt werden können. Hier entstehen drei große Räume für die Arbeit in Projekten. Themen wie ,Leben in der Steinzeit‘ können mit Praxisanteilen erarbeitet und erfahren werden. Ein weiterer Raum wird dort für die Jugendlichen mit Billard und Tischfußball entstehen.“

Oberbürgermeister Peter Feldmann (r) unterstützt bei seinem Besuch im Schullandheim Wegscheide den 12-jährigen Schüler Julius beim Bau eines Getränkekisten-Turms, 9. Oktober 2017, © Foto: Holger Menzel
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Feldmann zeigte sich beeindruckt: „Sowohl die inhaltliche Aufstellung als auch die räumlichen Bedingungen zeigen, dass hier an einer zukunftsorientierten Bildungseinrichtung gebaut wird. Ich bin dankbar für das vielfältige Engagement – sowohl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor Ort als auch der Stiftung Schullandheim Wegscheide.“

Von dem Erfolg der Angebote konnte sich die Delegation unmittelbar ein Bild machen und besuchte die verschiedenen Ferienfreizeiten, die sich aktuell im Schullandheim befanden. Kistenklettern und Englischlernen standen auf dem Programm. Die Kinder freuten sich über den Besuch und nutzen die Gelegenheit, dem Oberbürgermeister Fragen zu stellen. Feldmann sagte abschließend: „Die Offenheit der Kinder und des Schullandheims sind wunderbar. Es bestärkt mich in meiner Überzeugung, dass wir solche Institutionen, die Bildung und Gemeinschaft zusammenführen, pflegen, erhalten und ausbauen müssen.“

Die Wegscheide ist mit 24 Häusern für Gruppen oder Schulklassen das größte Schullandheim Deutschlands. Seit 1920 haben dort viele Generationen erlebnisreiche Tage während Klassenfahrten oder in Ferienfreizeiten verbracht.

Das 35 Hektar große Gelände umfasst große Wiesen, Wald und viele Spiel- und Sportplätze. Gruppen haben jeweils ein eigenes Haus und können den Aufenthalt in größtmöglicher Freiheit gestalten.