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09.10.2017

Baubeginn am Höchster Mainufer

Stadtrat Markus Frank (l) und Martin Schumacher (r) vom Ingenieurbüro Schumacher stehen anlässlich des Baubeginns für die Sanierung der unterspülten Spundwand am Höchster Mainufer, 9. Oktober 2017, © HFM Managementgesellschaft für Hafen und Markt mbH
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Stadtrat Frank: ,Die Sanierung der Uferwand beginnt noch in diesem Monat‘

(kus) Am Montag, 9. Oktober, hat Stadtrat Markus Frank über den bevorstehenden Baubeginn am Höchster Mainufer informiert. Im Bereich Batterie werden Ende des Monats die Bauarbeiten zur Sanierung des Mainufers beginnen und im August 2018 abgeschlossen sein.

„Die Höchster Bürger können ab nächsten Sommer ihr Ufer wieder uneingeschränkt nutzen und erhalten zusätzlich eine neue Fläche von rund 450 Quadratmetern in bester Lage“, stellte Stadtrat Frank fest. Zunächst werden jedoch wieder Bauzäune am Mainufer stehen, um die Sanierung des Ufers zu ermöglichen.

Das rechte Mainufer in Höchst ist mittels einer annähernd 100 Jahre alten Spundwand gesichert, an der 2015 Beschädigungen festgestellt wurden. Teile des Ufers mussten daraufhin durch Bauzäune gesichert werden. Zudem wurde der beschädigte Bereich in einem ersten Schritt stabilisiert, um weitere Schäden zu vermeiden. Die Stabilisierung erfolgte in Form einer Vorschüttung von Kornmaterial und Wasserbausteinen vor die beschädigte Uferwand. Nach Abschluss der Vorschüttung begannen die Planungen zur Sanierung des Ufers.

Aufgrund der verschiedenen Beschädigungen ist die Sanierung in drei Bereiche gegliedert. Im ersten Abschnitt von knapp 90 Metern werden eine neue Rückverankerung und ein Stahlbetonholm eingebracht. Die Standfestigkeit des Spundwandfußes wird zusätzlich mit Injektionen einer Zementsuspension erhöht. Ähnlich verfahren wird im letzten Abschnitt von knapp 120 Metern Länge, der mit neuen Rückverankerungen und einer Gurtung aus Stahl stabilisiert wird. In einem Teilbereich dieses Abschnitts befinden sich Verankerungen einer Anlegestelle für die örtliche Personenschifffahrt, welche erhalten bleiben.

Im mittleren Bereich von etwa 150 Metern wird vor der bestehenden Spundwand eine neue errichtet. Es handelt sich um den am stärksten beschädigten Abschnitt, in dem eine Ertüchtigung der bestehenden Uferwand nicht mehr möglich ist. Die neue Spundwand wird aus Gründen des Hochwasserschutzes mit der Oberkante etwa einen Meter tiefer als das bestehende Ufer errichtet werden. Die bestehende Mainuferpromenade und die neue, tiefer gelegenen Fläche, werden durch zwei Rampen und zwei Treppen verbunden werden, so dass auch die tiefer gelegene Fläche für Passanten erreichbar ist. Die neue Fläche erhält Parkbänke, Mülleimer und eine Beleuchtung.

Der überwiegende Teil der Arbeiten erfolgt vom Wasser aus, was die Schifffahrt jedoch nicht behindert wird. Während des Schlossfests im kommenden Sommer werden die Bauarbeiten planmäßig ruhen.

Die bevorstehende Sanierungsmaßnahme wurde unter anderem mit der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung WSA Aschaffenburg, dem Grünflächenamt, dem Amt für Straßenbau und Erschließung, sowie dem Straßenverkehrsamt abgestimmt. In der europaweiten Ausschreibung der Baumaßnahme konnte sich die Firma Colcrete-von Essen gegen ihre Konkurrenten durchsetzen und wird unter der Leitung des Ingenieurbüros Schumacher die Bauausführung übernehmen. Bauherr ist im Auftrag der Stadt Frankfurt am Main die städtische HFM Managementgesellschaft für Hafen und Markt.