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04.10.2017

Stadt Frankfurt lobt Preis für günstiges und gutes Wohnen aus

Luftaufnahme von Häusern © Stadt Frankfurt am Main, Amt für Wohnungswesen
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(kus) Das Planungsdezernat der Stadt Frankfurt am Main ruft einen neuen Preis für kostengünstiges und gutes Bauen und Wohnen ins Leben. Das hat Planungsdezernent Mike Josef am Mittwoch, 4. Oktober, auf der Immobilienfachmesse Expo Real in München mitgeteilt. Der Preis „Wohnen für Alle – Neues Frankfurt 2018“ wird damit erstmals im Oktober 2017 gemeinsam mit dem Deutschen Architekturmuseum (DAM) und der ABG Frankfurt Holding ausgelobt, die Bundesstiftung Baukultur unterstützt den Preis als Partner.

Das Verfahren ist zweistufig. „Es ist einerseits ein Preis für kürzlich realisierte, bezahlbare und gute Wohnbauprojekte in Europa, andererseits wollen wir später bauen“, führt Stadtrat Josef aus. „Architekturbüros können vorbildliche, realisierte Bauten aus den letzten vier Jahren einreichen. Eine internationale Jury wird in Phase 1 dann aus diesen Einreichungen bis zu zehn Preisträger auszeichnen.“

„Sämtliche Projekte werden in einer Ausstellung und in einem zweisprachigen Katalog präsentiert“, erläutert DAM-Direktor Peter Cachola Schmal. „Damit möchten wir die Debatte zu bezahlbarem und guten Wohnen anregen.“ Die Preisträger werden mit einem Geldpreis der Stadt Frankfurt ausgezeichnet und qualifizieren sich damit automatisch zur Teilnahme an der zweiten Phase. Das Preisgeld beträgt 50.000 Euro.

„In Phase 2 entwerfen die zehn Preisträger Wohnungen auf einem zuvor ausgewählten Projektgrundstück der ABG Frankfurt Holding“, sagt ABG-Geschäftsführer Frank Junker. „Aus diesen Beiträgen wählt die internationale Jury dann bis zu drei Entwürfe aus, die auf diesem Grundstück anschließend gebaut werden. Vorgesehen ist ein Areal im Hilgenfeld in Frankfurt, der Baubeginn soll Ende 2019/Anfang 2020 erfolgen.“

„Das Ziel, vorbildliche Lösungen aus Deutschland und Europa nach Frankfurt zu transferieren und dort auch umzusetzen, ist bisher einmalig“, hebt Reiner Nagel, Vorsitzender der Bundesstiftung Baukultur hervor. „Auf diese Weise wird der Wohnungsmarkt belebt und dem Thema bezahlbarer Wohnungsbau öffentlichkeitswirksam Raum gegeben.“

Bis Februar 2018 sind Architekten aus Europa aufgefordert, ihre realisierten Bauten einzureichen. Im März 2018 soll die Jurysitzung für Phase 1 stattfinden, im Juni 2018 soll die Abgabe für Phase 2 erfolgen. Die Jurysitzung für Phase 2 ist dann ebenso wie die Ausstellung im Sommer 2018 vorgesehen. Der Baubeginn soll Ende 2019/Anfang 2020 stattfinden, eine Publikation zum Gesamtprozess wird 2020 folgen.

Nähere Informationen zum Preis sind ab sofort der Website des Museums abrufbar.

Im Anhang befindet sich der Flyer zum Projekt als PDF-Dokument.