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Pflanzen und Bilder: Maria Sibylla Merian-Schau in Höchst

(kus) Pflanzen im Garten der Justinuskirche, Faksimiles und Porzellan im Antoniterturm – seit 2. Mai ist in Höchst die Maria Sibylla Merian-Ausstellung zu sehen.

Zeichnung 'Buschrose mit Miniermotte, Larve und Puppe', 1679, Aquarell auf Pergament, Exponat der Ausstellung 'Maria Sibylla Merian und die Kunst der Pflanzendarstellung' vom 11. Oktober 2017 bis 14. Januar 2018 im Städel Museum, © Städel Museum
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Vor 300 Jahren starb die Künstlerin, aus diesem Anlass werden im kleinen, weitgehend naturbelassenen Kräuter- und Blumengarten der Justinuskirche einige Blumen und Pflanzen aus ihren Bildern zu sehen sein. Im kleinen Antoniterturm der Justinuskirche können zur selben Zeit einige Faksimiles von Aquarellen und handkolorierten Stichen und eine Vitrine mit einigen Artefakten der Kollektion „Maria Sibylla Merian zwischen Frankfurt und Surinam“ der Höchster Porzellan-Manufaktur besichtigt werden. Vom 11. Oktober 2017 bis zum 14. Januar 2018 wird im Städel die Ausstellung des Berliner Kupferstichkabinetts „Maria Sibylla Merian und die Tradition des Blumenbildes“ zu sehen sein.

Maria Sibylla Merian wurde am 2. April 1647 als Tochter des berühmten Buchdruckers und Verlegers Matthäus Merian des Älteren in Frankfurt am Main geboren. Sie starb am 17. Januar 1717 in Amsterdam. Als erster Mensch hat sie die Metamorphose der Falter umfassend untersucht und beschrieben und mit bildkünstlerischen Mitteln festgehalten. Sie war gleichzeitig eine große Künstlerin und Naturwissenschaftlerin. 1699 verkaufte Maria Sibylla Merian ihre Bildersammlung, um mit ihrer Tochter Dorothea Maria nach Surinam zu reisen. Dort erforschte sie tropische Insekten.

Die Ausstellung in der Justinuskirche und ihrem Garten, Justinusplatz 2-4, wird organisiert vom Amt für Kommunikation und Stadtmarketing der Stadt Frankfurt. Ihre Öffnungszeiten sind Dienstag bis Sonntag 14 bis 17 Uhr. Zu sehen sind Merians Werke vom 3. Mai bis 31. Oktober, der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Der Garten ist barrierefrei, der Antoniterturm ist für Rollstuhlfahrer nicht zugänglich.