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20.04.2017

Neue Handreichung für Deutscherwerb und Mehrsprachigkeit in der Kita

Titelgrafik der Handreichung 'Sprachbildung in der Kita – alltagsintegriert und interkulturell' (SiA), Ausschnitt, © Amt für multikulturelle Angelegenheiten/Kita Frankfurt
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AmkA und Kita Frankfurt präsentieren Zwischenergebnisse und praktische Anregungen

(kus) Mit der Handreichung „Sprachbildung in der Kita – alltagsintegriert und interkulturell“ (SiA) dokumentieren das Amt für multikulturelle Angelegenheiten (AmkA) und Kita Frankfurt ihren trägerübergreifenden Austausch zur Sprachbildung in Frankfurt am Main.

Für Integrations- und Bildungsdezernentin Sylvia Weber ist sie ein positives Signal für den Umgang mit der Sprachenvielfalt in Frankfurt: „Die nun vorliegende Dokumentation ‚Sprachbildung in der Kita‘ von AmkA und Kita Frankfurt zeigt deutlich, dass eine alltagsintegrierte Sprachförderung unter Berücksichtigung interkultureller Aspekte zum erfolgreichen Spracherwerb von Kindern beiträgt. Eine konstante Kooperation mit den Eltern und die stetige Weiterqualifizierung unserer Erzieher sind weitere Gelingensbedingungen. Das Projekt SiA ist ein gutes Beispiel qualifizierter Sprachförderung, wie sie täglich in unseren Frankfurter Bildungs- und Betreuungseinrichtungen umgesetzt wird – diesen Weg gilt es konsequent weiter zu beschreiten“.

Das Modellprojekt „SiA – Sprachbildung im interkulturellen Alltag“ von Kita Frankfurt und AmkA wurde 2015 als Reaktion auf die besondere Situation der Stadt Frankfurt initiiert. Mehr als 70 Prozent der Kinder, die in den städtischen Kinderzentren betreut werden, wachsen mehrsprachig auf. Das bedeutet nicht nur, dass sie auch eine oder mehrere andere Sprachen schon im Kleinkindalter erlernen, sondern auch, dass sie einen unterschiedlichen familiären Alltag erleben. Die Förderung ihrer sprachlichen Kompetenzen ist abhängig von einer guten Aus- und Weiterbildung der pädagogischen Fachkräfte verbunden mit einer Öffnung für die verschiedenen interkulturellen Aspekte von Bildung und Erziehung. Aber auch die Einbindung der Eltern und die Einbeziehung gezielter Sprachförderstrategien in der Interaktion von Fachkraft und Kind im Alltag der Kitas tragen dazu bei, dass die Kinder optimal gefördert werden.

Der Blick auf kulturelle Besonderheiten und der konstruktive Umgang mit der gelebten Vielfalt der Kinder sind von entscheidender Bedeutung für Integrations- und Bildungsdezernentin Sylvia Weber: „Gegenseitige Wertschätzung, Empathie, Selbstvertrauen und Selbstachtung sehen wir neben sprachlicher Bildung für alle – nicht nur für mehrsprachig aufwachsende Kinder – als wichtige Faktoren für die Entwicklung einer persönlichen Identität, die zukünftige Teilhabe an unserer Gesellschaft und an demokratischen Prozessen.“

Aus den unterschiedlichen Projekten der Kinderzentren ist nun eine Handreichung hervorgegangen mit Hintergründen, Informationen und Materialien für die Praxis. Viele der entstandenen Projekte werden inhaltlich und fachlich vorgestellt und bieten Impulse zum Nachmachen und Weiterentwickeln.

Die Zusammenarbeit zwischen Kita Frankfurt und dem AmkA sowie zwischen weiteren Trägern und Fachkräften soll auch in Zukunft bestehen bleiben. Die Erfahrungen der zehn Kinderzentren von Kita Frankfurt im Rahmen des zweijährigen Projekts sehen die Initiatoren vor allem als Anstoß für einen weiterführenden Austausch zur Sprachbildung in Frankfurt.

Die Handreichung ist kostenfrei beim AmkA erhältlich und kann angefordert werden per E-Mail an publikation.amka@stadt-frankfurt.de .

Zum Download steht das Dokument unter http://www.vielfalt-bewegt-frankfurt.de/de/sprachbildung-in-der-kita oder http://www.kitafrankfurt.de/publikationen/broschueren/ bereit.