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19.04.2017

Frankfurt geht erfolgreich gegen Wildschweine vor

Grünflächenamt und Ortsbeirat stellen ‚Wildschweingutachten‘ vor

(kus) In den vergangenen Jahren sind in ganz Hessen die Wildschweinpopulationen gewachsen. Auch in Frankfurt haben sich die Tiere, unter anderem auch in den waldnahen Gebieten, vermehrt. Davon betroffen sind die Stadtteile Goldstein und Schwanheim.

Ende 2016 gab das Grünflächenamt ein Gutachten in Auftrag, das sich mit den potenziell möglichen Maßnahmen zur Verringerung des Auftretens von Wildschweinen in diesen Wohngebieten befasst. Unter anderem wurde geprüft, wie wirkungsvoll eine Abzäunung des Frankfurter Stadtwalds ist.

Heike Appel, stellvertretende Leiterin des Grünflächenamts, und Tina Baumann, Abteilungsleiterin des StadtForstes, haben das Gutachten am 19. April vorgestellt. Dessen Hauptaugenmerk lag auf der Bewertung der bislang ergriffenen Maßnahmen der Stadt Frankfurt, den Wildschweinen Herr zu werden. Zudem wurde die Wirksamkeit von Zäunen entlang des Stadtwalds, öffentlicher Grünanlagen und verschiedener Liegenschaften in Goldstein und Schwanheim aus wildbiologischer Sicht untersucht.

Wildschwein, © Grünflächenamt, Stadt Frankfurt am Main
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Das Gutachten belegt, dass die Probleme durch Wildschweinvorkommen in Frankfurt verglichen mit anderen Städte vergleichsweise gering sind. Wesentliche Maßnahmen, die aus Empfehlungen anderer Städte oder von Seiten der Fachleute kommen, werden bereits seit Jahren, nicht zuletzt aus der eigenen Erfahrungspraxis heraus, umgesetzt.

Die landesweit anwachsenden Wildschweinbestände sind den milden Wintern und der guten Nahrungssituation geschuldet. Die Abteilung Stadtforst hat die Population im Stadtwald in den vergangenen Jahren jedoch nicht unterschätzt und durch eine angepasste und stetig optimierte Bejagungsstrategie einem weiteren Anstieg entgegengewirkt.

Das Gutachten empfiehlt, der Etablierung von Wildschwein-Einständen im Siedlungsraum auch weiterhin präventiv zu begegnen, indem unter anderem dichte Hecken und andere Deckungsstrukturen regelmäßig zurückgeschnitten werden. Die intensive Bejagung im Stadtwald sowie der Einsatz von Stadtjägern innerhalb der Wohngebiete und in den öffentlichen Grünanlagen soll fortgesetzt werden. Zudem wird die Bevölkerung weiterhin im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit über mögliche Maßnahmen zur Schadensvermeidung aufgeklärt. Dabei geht es vor allem um die Sicherung hauseigener Abfallbehälter und die Unterlassung des Anfütterns.