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16.03.2017

Schülerzahlen an den beruflichen Schulen steigen

Schülerinnen mit Migrationshintergrund beim Lernen, © shutterstock
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Bildungsdezernentin Sylvia Weber diskutiert Daten und Prognosen zum Schulentwicklungsplan für die beruflichen Schulen

(kus) Zusammen mit rund 140 Akteuren aus dem Bereich der beruflichen Bildung hat Integrations- und Bildungsdezernentin Sylvia Weber die Ergebnisse der Datenerhebung im Rahmen des Schulentwicklungsplans für die beruflichen Schulen diskutiert. In Frankfurt ist in den nächsten Jahren mit steigenden Schülerzahlen an den beruflichen Schulen zu rechnen, so die Prognose der mit der Datenerhebung beauftragten Firma biregio.

Laut der Prognose werden bis zum Jahr 2028 rund 4.100 Schüler zusätzlich die beruflichen Schulen in städtischer Trägerschaft besuchen. Dies bedeutet eine Steigerung um 15 Prozent gegenüber dem Schuljahr 2016/2017. Im Hinblick auf die Raumsituation sind die 16 beruflichen Schulen derzeit unterschiedlich stark ausgelastet. Im Durchschnitt ist die Auslastung der Schulraumkapazitäten bei gewerblich-technischen Schulen beziehungsweise bei Schulen mit einem Schwerpunkt in Wirtschaft und Verwaltung gut oder sehr gut.

„Frankfurt ist eine wachsende Stadt und daher liegt es nahe, dass auch die Zahl der Schüler an den beruflichen Schulen steigt. Mit dem Schulentwicklungsplan will ich die beruflichen Schulen für die Zukunft stark machen. Neben den steigenden Schülerzahlen sind für mich auch die Themen Integration, Schulprofile, Digitalisierung, Lernkonzepte oder die sozialpädagogische Unterstützung der Schüler von hoher Bedeutung“, so die Dezernentin.

Diese und weitere Themen diskutierte Sylvia Weber im zweiten Teil des Zukunftslabors unter anderem mit Lehrkräften, Schülern, Schulleitungen, Gewerkschaften, Kammern, Eltern, Mitarbeitern der Verwaltung sowie Politikern. Die Ergebnisse der Überlegungen zu den sechs Themenfeldern „Schulprofile, Schulgröße und Standorte“, „Lernkonzepte, Räume und Ausstattung“, „Übergänge in und aus den beruflichen Schulen“, „Unterstützungssysteme, Integration und Inklusion“, „Digitalisierung und IT“ sowie „Wertschätzung und Ansehen“ werden bis zum Sommer in Maßnahmenlaboren konkretisiert, sodass sie als Maßnahmen in den Schulentwicklungsplan Eingang finden.

Ihre Wertschätzung für die Arbeit der beruflichen Schulen hob Sylvia Weber nachdrücklich hervor: „Für mich sind die Themen gesellschaftlicher Zusammenhalt, Vielfalt und Chancengerechtigkeit zentrale Anliegen. Hier leisten die beruflichen Schulen einen wichtigen Beitrag. Junge Menschen werden dafür qualifiziert, eine Ausbildung oder einen Beruf auszuüben, der ihnen entspricht. In diesem Sinn unterstützen und entwickeln die beruflichen Schulen das Potential, die Talente und die Zukunftschancen der Jugendlichen und jungen Erwachsenen“, sagte Sylvia Weber.