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15.03.2017

Weiße Farbe im Jacobiweiher: Anstrich-Reste in Kanal geleitet

Jacobiweiher © Stefan Cop
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(kus) Unsachgemäßer Umgang mit Resten einer Anstrichfarbe hat am Dienstag und Mittwoch, 14. und 15. März, zu einem Großeinsatz von Unterer Wasserbehörde, Feuerwehr, Technischem Hilfswerk, Stadtentwässerung, Polizei und Stadtforst geführt. Bei Arbeiten im Stadtgebiet Neu-Isenburg war die Farbe am Dienstagabend in den Kanal und anschließend in den Luderbach geflossen. Trotz umgehend eingeleiteter Sandsacksperren und Absaugungen des Wassers gelangte ein Teil der verunreinigten Flüssigkeit in den Jacobiweiher an der Oberschweinstiege.

Laut Sicherheitsdatenblatt des Herstellers weist die Farbe die niedrigste Wassergefährdungsklasse 1 aus. Die Flüssigkeit gilt somit als schwach wassergefährdend. Zwischenzeitliche Messungen und Erkundungen ergaben, dass der Stoff offenbar über eine Hebeanlage in einer Tiefgarage im Neu-Isenburger Gewerbegebiet Ost in die Kanalisation gelaufen ist. Es handelte sich demnach um ein flüssiges Zusatzmittel zur Herstellung von Mörtel. Die Hebeanlage wurde daraufhin außer Betrieb genommen.

Noch am späteren Dienstagabend begann eine extern beauftragte Firma im Bereich des Regenwasserauslasses in den Luderbach Wasser abzusaugen, gleichzeitig errichtete die Berufsfeuerwehr Frankfurt in diesem Bereich eine zweite Sandsacksperre. Zudem wurde durch die Stadt Neu-Isenburg unter Mithilfe der Stadtentwässerung Frankfurt eine Absperrung des Regenwasserkanals eingebaut und begonnen, den Kanal im Stadtgebiet von Neu-Isenburg zu spülen. Dennoch breitete sich die Verunreinigung des Luderbachs bachabwärts in Richtung Sandsackbarriere Darmstädter Landstraße und Schillerschneise aus und gelangte schließlich in den Jacobiweiher. Laut der Experten können diffuse Zuläufe aus dem Bachsystem nicht vollständig verhindert werden.

Daher wurden am Mittwoch durch die Stadtentwässerung Frankfurt, das Technische Hilfswerk und externe Firmen umfangreiche Absaugmaßnahmen fortgesetzt. Zusätzlich werden aktuell mehrere Proben des Bachs analytisch untersucht. Solange nicht feststeht, dass die Verunreinigung unschädlich ist und Schäden von Pflanzen und Tieren ausgeschlossen werden können, sollten der Bachlauf und der Jacobiweiher nicht betreten werden. Daher wird der Weiher temporär mit Flatterband abgesperrt. Die Polizei ermittelt zudem gegen den Verursacher.

Weitere Informationen gibt es unter der Rufnummer 069/212-39124.