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14.03.2017

Integrierte Gesamtschulen, Realschulen und Gymnasien im Wandel

Stadtrat Schneider präsentiert erste ‚frankfurt statistik aktuell‘ 2017

(kus) Nach dem Blick auf den Wandel der Frankfurter Hauptschulen zum Jahresende (Ausgabe 19/2016) beleuchtet das neueste „frankfurt statistik aktuell“ die Veränderungen der Integrierten Gesamtschulen, Realschulen und Gymnasien. Besonders auffällig dabei ist, dass das Gymnasium als Schulform in den zurückliegenden 25 Jahren seine hohe Attraktivität nochmals ausbauen konnte. Auch das Wachstum der Integrierten Gesamtschulen verlief rasant. „Es gab 2015 gut sieben Mal so viele Schüler an Integrierten Jahrgangsstufen wie vor 25 Jahren“, sagt der zuständige Dezernent Jan Schneider. Und ergänzt: „Dagegen büßten die Realschulen über ein Fünftel ihrer Schüler ein.“

Schülerinnen mit Migrationshintergrund beim Lernen, © shutterstock
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Besuchten vor 25 Jahren nur rund drei Prozent der Mädchen und Jungen an weiterführenden Schulen in öffentlicher und privater Trägerschaft eine Integrierte Jahrgangsstufe, waren es 2015 mehr als ein Fünftel der Heranwachsenden (21,2 Prozent). Dementsprechend stieg die Zahl der Integrierten Gesamtschulen von 2 im Jahr 1991 auf 14 im Jahr 2015. Im gleichen Zeitraum sank die Zahl der Frankfurter Realschulen von 25 auf 18, der Anteil der Schüler sank von 21,4 auf 15,2 Prozent.

Die insgesamt steigenden Schülerzahlen an den Gymnasien (2015: 58,7 Prozent) erhöhten den Bedarf für diesen Bildungszweig. In den vergangenen 25 Jahren reduzierte sich die Zahl der Gesamtschulen mit Gymnasialzweig von neun auf drei. Die Herderschule wurde geschlossen. Im gleichen Zeitraum entstanden sieben neue Gymnasien. So gab es 2015, wie 1991, 31 Schulen mit gymnasialem Bildungsgang. „Interessant ist, dass seit 1991 durchgehend mehr als die Hälfte aller Schüler auf Gymnasien geht und der Trend nach oben hält weiter an“, so Schneider. „Weil wir das im Blick haben und wissen, dass in Frankfurt die Bevölkerung und somit auch die Schülerzahlen weiterhin wachsen, haben wir als Stadt kürzlich Maßnahmen getroffen, um den Schulbau zu beschleunigen. Nicht nur Entscheidungen und Verwaltungsabläufe sollen erheblich beschleunigt werden, sondern auch der Bau der Schulen soll deutlich schneller gehen. Bei Neubauten wollen wir, dass von der Bedarfsfeststellung bis zur Realisierung nicht mehr wie bisher zehn Jahre vergehen“, verdeutlicht Schneider.

Bis 2019 sieht der aktuelle Schulentwicklungsplan für allgemeinbildende Schulen den Neubau von 8 und die Erweiterung von 13 Schulen vor. Und gerade hat Bildungsdezernentin Sylvia Weber die Fortschreibung des Schulentwicklungsplans angekündigt, der mindestens zwei zusätzliche Gymnasien und eine zusätzliche IGS vorsieht. „Angesichts dieser Herkulesaufgabe, die wir da vor uns haben, ist die Magistratsentscheidung, den Schulbau deutlich zu beschleunigen, ein wichtiger Schritt“, sagt Jan Schneider.