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Chronik von Sossenheim

Sossenheim 1907, © Stadt Frankfurt am Main, Institut für Stadtgeschichte
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Kurze »Vesperpause« bei der Sossenheimer Kartoffelernte, © Stadt Frankfurt am Main, Institut für Stadtgeschichte
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Frühzeit bis 1499

83-260:
Aus der Gegend von Sossenheim versorgen römische Ziegeleien den ganzen Vordertaunus und die Wetterau.

754:
Der Leichnam des heiligen Bonifatius, des Apostels der Deutschen, wird auf der Elisabethenstraße (heute Heerstraße/Autobahn Frankfurt-Wiesbaden) an Sossenheim vorbeigeführt. Ein Steinkreuz mit den Zeichen H.B.Q. (hic Bonifatius quievit = hier rastete Bonifatius) kam 1934 ins Historische Museum.

1090:
Sossenheim (Suzinheim = Niederlassung des Suzo) wird in einer auf das Jahr 1090 gefälschten Urkunde des 13. Jahrhunderts zuerst genannt.

1218:
Sossenheim gehört zum Kirchensprengel Nied und zehntet an das Mariengredenstift zu Mainz.

1253:
Grundherren in Sossenheim sind die Ritter von Kronberg, 1294 auch die Falkenstein-Münzenberger und das Erzstift Trier.

1303:
Der Münzenberger Hof fällt an die Herren von Eppstein.

1324, 1330, 1367:
Besitzungen von Frankfurter Patriziern in Sossenheim. Die Landeshoheit wächst dem Erzstift Mainz zu.

1500 bis 1899

1555:
In dem rein bäuerlichen Sossenheim findet eine Landvermessung statt.

1622:
Sossenheim wird im 30-jährigen Krieg völlig eingeäschert. Es lebten dort kaum 150 Einwohner.

1667:
Die Rechtsverhältnisse werden in einem kurmainzischen Jurisdiktionalbuch niedergeschrieben.

1803:
Mit der Säkularisation des Erzstifts fällt Sossenheim mit 337 Einwohnern an Nassau.

1808:
Aufteilung der Liederbacher Markgenossenschaft. Sossenheim erhält eine 56 Hektar große Waldexklave zwischen Königstein und Ruppertshain am Eichkopf.

1829/30:
Bau der katholischen Kirche.

1834:
Eine erste Volkszählung ermittelt in Sossenheim 585 Einwohner.

1847:
Die Eisenbahnstrecke Höchst-Bad Soden mit dem Haltepunkt Sossenheim wird in Betrieb genommen.

1850:
Sossenheim hat 700 Einwohner.

1866:
Mit der Annexion des Herzogtums Nassau durch Preußen kommt Sossenheim zum preußischen Landkreis Höchst (Regierungsbezirk Wiesbaden).

1893:
Die kurz vorher eingerichtete Postagentur wird dem Postamt Höchst unterstellt.

1900 bis 1949

1900:
Sossenheim hat 3.000 Einwohner.

1903:
Gründung der Freiwilligen Feuerwehr.

1903-27:
Nikolaus Brum, letzter Bürgermeister von Sossenheim, fördert mustergültige Obstbaumkulturen.

1909:
Das selbstständige evangelische Pfarramt wird eingerichtet.

1912:
Eröffnung der Albrecht-Dürer-Schule.

1924:
Die katholische Kirche erhält ein neues Glockengeschoss.
Der Faulbrunnen am Rathaus wird neu gefasst.

1928:
Sossenheim wird in Frankfurt eingemeindet (595,8 Hektar, 4.776 Einwohner) und entwickelt sich zur typischen Arbeiterwohnsitzgemeinde.
Eröffnung des Stadtbades Sossenheim.

1928-33:
Bau der Autoumgehungsstraße Höchst als erstes Teilstück des Rhein-Main-Schnellweges (Autobahn Frankfurt-Wiesbaden).

1944:
Bei einem schweren Luftangriff im März werden 22 Häuser zerstört und beschädigt, 65 Scheunen brennen aus. Es gibt 22 Tote.

1949:
Die wiedererstandene Höchster Porzellanmanufaktur erhält Räume in der alten Sossenheimer Schule.

1950 bis 1969

1950:
Sossenheim überschreitet die Zahl von 6.000 Einwohnern.

1951:
Der Milchhof Sossenheim (Moha) wird als eine der modernsten Anlagen Europas eingeweiht.

1952: In Sossenheim gibt es noch vier größere bäuerliche Betriebe, 96 Prozent der Bevölkerung arbeiten in Frankfurt, Höchst oder Rödelheim.

1959:
Anschluss der Eschborner Straße an den Rhein-Main-Schnellweg.

1960:
Ausbau des Dunant-Ringes (Gewobag) zur Siedlung Sossenheim Nord-West.

1961:
Die Carl-Sonnenschein-Siedlung der Nassauischen Heimstätten gibt in 742 Wohnungen und 24 Eigenheimen vornehmlich Flüchtlingen eine neue Heimat.
Sossenheim wächst auf über 10.000 Einwohner.

1963:
In Sossenheim konstituieren sich ein Bürgerverein für die kommunalen Belange und ein Vereinsring zur Koordinierung von Veranstaltungen.
Sossenheim hat 13.000 Einwohner.
In behelfsmäßigen Pavillons wird der Schulbetrieb in Sossenheim Nord-West aufgenommen.
Das Altenwohnheim Sossenheim wird eingerichtet.

1964:
Der Kindergarten der katholischen Gemeinde Sossenheim wird in der Carl-Sonnenschein-Siedlung eröffnet.
Die Kindertagesstätte am Dunant-Ring wird eingerichtet.

1965:
Mit dem Kinderspielplatz am Sulzbach wird der Anfang zum Erholungsgebiet Sossenheim Nord-West gemacht.

1966:
Der Sossenheimer Friedhof erhält eine neue Trauerhalle.

1967:
Übergabe der neuen Eduard-Spranger-Schule.

1968:
Gründung einer „Aktionsgemeinschaft Schützt unsere Kinder“.
Umbaubeginn des Autobahnanschlusses Frankfurt am Main-West.

1969:
Die Siedlung der Neuen Heimat Südwest erhält den Namen „Henri-Dunant-Siedlung“.

1970 bis 1979

1970:
Beschluss des Magistrats, im Bereich des Stadtteils Sossenheim ein Erholungsgebiet von etwa 150 Hektar zu planen.
Die Saalbau GmbH pachtet vom Volkshausverein das Volkshaus in Sossenheim für zunächst 20 Jahre.

1971:
Teilung der Eduard-Spranger-Schule in eine selbstständige Grundschule mit vier Klassen und eine Haupt- und Realschule mit dem Namen „Grundschule Sossenheim und Eduard-Spranger-Schule“.
Wettbewerb „Schöneres Sossenheim“.

1972:
Zur Beseitigung der Verkehrsschwierigkeiten wird mit Bauarbeiten in der Straße Alt-Sossenheim begonnen.
Einweihung der Kindertagesstätte in der Carl-Sonnenschein-Siedlung.
Einweihung der Sporthalle der Eduard-Spranger-Schule.

1973:
Postamt 804 in der Riedstraße nimmt in neuem Gebäude den Dienst auf.

1974:
Hochhaus am Sossenheimer Weg/Dunantring mit 87 Wohnungen bezugsfertig.

1975:
Wiedereröffnung der erweiterten Stadtteilbücherei Sossenheim.

1977:
Ringsiedlung an der Otto-Brenner-Straße bezugsfertig.
„Treff 77“ („Sossenheimer Messe“) des Gewerbevereins im Volkshaus mit einer Leistungsschau Sossenheimer Firmen.

1978:
Die St.-Michael-Kirche erhält ein von der Künstlerin Agnes Mann aus Poppenhausen/Rhön gearbeitetes Altarkreuz aus Bronze.

1979:
Übergabe des neuen Gerätehauses an die Freiwillige Feuerwehr Sossenheim.
Freizeitpark Sulzbachtal: gärtnerische Ausgestaltung des letzten Teils vom Holzspielplatz zur Autobahn A66.

1980 bis 1989

1980:
Die CDU Sossenheim pflanzt in der neuen Anlage am Sulzbach eine Linde zum Gedächtnis an Bürgermeister Dr. Wilhelm Fay, der an diesem Tag 69 Jahre alt geworden wäre.
Die erste zusammenfassende Chronik über Sossenheim, verfasst von Adalbert Vollert, erscheint in der Schriftenreihe der Frankfurter Sparkasse von 1822.
Nach Zustimmung der Leitung der EKHN darf sich die Gemeinde Sossenheim-Ost jetzt „Kirchengemeinde Tiberias“ nennen.

1981:
Sportdezernent Professor Rhein übergibt ein neues 100 auf 65 Meter großes Rasensportfeld auf der Sportanlage Westerbachstraße an die SG Sossenheim.

1982:
Die am 11. November 1883 eingeweihte Nothelferkapelle an der Kurmainzerstraße wird unter Denkmalschutz gestellt und zum l00-jährigen Jubiläum umfassend renoviert.

1983:
Der im vergangenen Jahr als Modellanlage angelegte Spielpark in der Carl-Sonnenschein-Siedlung am Julius-Leber-Weg wird „Cäcilia-Lauth-Park“ genannt nach der Sossenheimer Pädagogin (1890-1978).
Der Ausbau der Westerbachstraße mit zwei breiten Fahrspuren, Parkspuren, Geh- und Radwegen ist abgeschlossen. Der Ausbau des Sulzbaches zur Vermeidung von Hochwasser beginnt.

1984:
Während der Sossenheimer Kerb begleicht der Mainzer Oberbürgermeister Fuchs als „Nachfolger“ der Erzbischöfe von Mainz deren Schuld gegenüber den Sossenheimern, die nach dem Brand von 1699 den Erzbischof vergeblich baten, den Geschädigten unentgeltlich Holz aus den kurfürstlichen Waldungen zu geben.
In der Robert-Dißmann-Siedlung (Toni-Sender-Straße 35-41) startet die Neue Heimat einen Versuch flexibel gestalteter und nutzbarer Familienwohnungen nach dem Konzept der Architektin Ilse-Marie Rojan-Sandvoss.

1985:
Neubau eines Wohn- und Geschäftshauses Alt-Sossenheim 25-27 mit neuer Geschäftsstelle der Frankfurter Sparkasse von 1822.
Ausbau der Wilhelm-Fay-Straße im neuen Sossenheimer Gewerbegebiet um 140 Meter, dem zwei bis drei Platanen zum Opfer fallen müssen.

1986:
Der vorgesehene und in die Wege geleitete Verkauf der Henri-Dunant-Siedlung durch die Neue Heimat an die private Forum Immobiliengesellschaft, der zu heftigen Protesten in der Bevölkerung führte, wird rückgängig gemacht.
Die Moha legt ihren Betrieb still.
Der dritte und letzte Bauabschnitt des Ausbaus des Sulzbaches zwischen Brücke Alt-Sossenheim und Brücke Schaumburger Straße beginnt. Dabei entsteht eine kleine Naherholungszone.
Die vor fünfzig Jahren erbaute erste Siedlung an der heutigen Betzdorfer, Weidenauer und Eiserfelder Straße (ehemals Josef-Bleser-Siedlung, nach 1945 Sossenheim I) wird Westerbach-Siedlung getauft.

1987:
Zur Sanierung des Ortskerns, wo auf dem Kirchberg ein neuer Ortsmittelpunkt entstehen soll, wird ein Wettbewerb ausgeschrieben.

1988:
Richtfest der neuen Kindertagesstätte in der Toni-Sender-Straße 39, durch die der Kindergarten im Volkshaus und der Hort in zwei umgebauten Wohnungen entfallen werden.

1989:
Das neue Gebäude der Kindertagesstätte 19 in der Toni-Sender-Straße mit 100 Plätzen in Kindergarten und Hort wird eingeweiht. Damit entfallen der Kindergarten im Volkshaus und der Hort in zwei umgebauten Wohnungen.
Die Kindertagesstätte in der Robert-Dißmann-Straße wird in Betrieb genommen.

1990 bis 1999

1990:
Erstmals wird ein Mieterbeirat der Otto-Brenner-Siedlung gewählt.

1991:
Gegenüber dem Hof der Albrecht-Dürer-Schule in der Riedstraße wird ein neuer Spielplatz angelegt.
Die Fa. „Domizil-Immobilien“ des Münchner Immobilienkaufmanns Rüdiger Freiherr von Künsberg kauft die 330 Sozialwohnungen in den im Jahre 1975 errichteten, mittlerweile heruntergekommenen Hochhäusern in der Toni-Sender-Straße der Robert-Dißmann-Siedlung von der Volksfürsorge für 20 Millionen Mark unter Beibehaltung der Sozialbindung bis 2000.

1992:
Das neue, für 8 Millionen Mark innerhalb von zwei Jahren vor der Michaelskirche errichtete Stadtteilzentrum am Kirchberg wird seiner Bestimmung übergeben. Weinstube, Caf?, Stadtteilbücherei, Mehrzweckräume für den Vereinsring und ein Kiosk finden darin Platz.
Die Ausbildungsgemeinschaft Frankfurter Volksbanken eröffnet ein neues Schulungszentrum.
Der Platz vor dem alten Friedhof an der Kurmainzer Straße wird neu gestaltet.
Das Jugendzentrum Sossenheim zieht ins Haus Alt-Sossenheim 31.
Richtfest für die vom Architekten Jerzey Szlang entworfene Wohnanlage Westpark auf dem ehemaligen Mohagelände mit 572 Wohnungen, darunter 408 öffentlich geförderten.

1993:
Die Stadtteilbücherei zieht aus ihrem bisherigen Domizil an der Siegener Straße in das Stadtteilzentrum um.
In der Toni-Sender-Straße 14 wird eine von der Arbeiterwohlfahrt errichtete neue Lern- und Spielstube eröffnet.

1994:
Das für 35 Millionen Mark nach Plänen des Frankfurter Architektenbüros Hansjörg Kny und Wilfried Gladis umgebaute und erweiterte Volkshaus Sossenheim wird nach zweijähriger Bauzeit eröffnet.
Das Jugendzentrum Sossenheim bietet erstmals über die vollen sechs Wochen der Sommerferien Ferienspiele an.
In der neuen Siedlung Westpark wird im Sossenheimer Weg 176 der vom Verein „Zusammenschluss freier Kinder- und Jugendeinrichtungen in Frankfurt“ getragene Jugendtreff „Kosmos“ eröffnet.
Hinter dem Haus Renneroder Straße 42 wird ein Spielplatz nach den Wünschen der Kinder und Betreuer der Kitas 19 (Toni-Sender-Straße 39) und 72 (Dunantring 41) gestaltet.

1995:
Auf dem Gelände hinter der Kindertagesstätte 125 in der Carl-Sonnenschein-Siedlung wird in einem von der Firma Hochtief gespendeten Container der von der „Initiative Carl-Sonnenschein-Straße für Carl und Carla“ angeregte Jugendtreff „Streethouse“ eingerichtet.
Baubeginn des Gewerbegebiets „Central Park Frankfurt-West“ an der Wilhelm-Fay-Straße zwischen Sossenheim und Rödelheim, ein Komplex mit 32.000 qm Bürofläche, ein Gemeinschaftsprojekt der Hypo-Real, der Aktiengesellschaft Allgemeine Anlageverwaltung und der Steucon AG, entworfen vom Frankfurter Architektenbüro Piske/Köhler.
Mehr als 200 Kinder und Jugendliche arbeiten abwechselnd an der Säuberung des Cäcilie-Lauth-Parks und der Erneuerung der Spielgeräte, eine Aktion des Spielplatzaktionsprogramms (SPATZ) des Kinderbüros, des Vereins „Discorso“ und des Gartenamts.

1996:
Zwei Klassen der Henri-Dunant-Schule erhalten ihren Unterricht in Containern, da der Hauptbau der Schule asbestsaniert werden muß.
Der Sossenheiemr Obstlehrpfad ist freigegeben, der, erarbeitet von Grüngürtel-Fachleuten, örtlichen Umweltschutzgruppen und Naturfreunden, in einer rund 5 1/2 km langen Strecke durchs Unterfeld vom Dorfrand bis zum Ufer der Nidda führt.
Das undicht gewordene Dach der Nothelferkapelle wird repariert.
Die „Quelle am Schäferberg“, früher Schafsquelle genannt, aus drei, unterirdisch zusammengefaßten und einen kleinen Teich speisenden Quellen bestehend, wird neu gestaltet und renaturiert, entworfen vom Büro Schellhorn und unter der Patenschaft des Kleingartenvereins. Rohrkolben, Gräser und Wildstauden wurden angepflanzt, ein Erlebnisbalken für Kinder wurde über den Teich gelegt, der Platz davor neu gestaltet.

1997:
Als erster der Frankfurter Regionalräte wird der Regionalrat Sossenheim gegründet. Der Regionalrat untersteht dem städtischen Präventionsrat mit Staatsanwaltschaft, Sozialdezernat, Oberbürgermeisterin und Ordnungsdezernat und versucht durch vorbeugende Maßnahmen die Kriminalitätslage zu verbessern.

1998:
Der frühere Innenhof der Kindertagesstätte 72 im Dunantring 41 wurde in einen modernen Mehrzweckraum verwandelt.
Die Henri-Dunant-Schule, von dessen rund 260 Schülerinnen und Schülern fast jeder zweite einen ausländischen Paß hat, richtet einen von einer Sprachlehrerin der Volkshochschule geleiteten Deutschkurs für Mütter und Väter ein.
Die Brücke über die Autobahn als Verbindung von Sossenheim über die Wihelm-Fay-Straße nach Eschborn wird freigegeben. Als "Soda-Brücke" vom Volksmund genannt, war sie bereits vor 29 Jahren gebaut worden, und die vor sieben Jahren geschaffene Straßenanbindung war für den Verkehr gesperrt gewesen.
Die vier Einfahrten der Tiefgaragen der Robert-Dißmann-Siedlung werden von der Dipl.-Kommunikationsdesignerin Nicole Wächtler mit Sossenheimer Jugendlichen mit farbenfrohen und heiteren Motiven verziert.
Von den etwa 150 Gärtnern und anderen Nutzern, die in der Landschaftsschutzzone II des Sossenheimer Unterfelds, wo lediglich Streuobstwiesen und keine Nutzung als Freizeitgelämde erlaubt ist, Zäune, Hecken, Hütten, Gruben und Gartenanlagen beseitigen müssen, haben etwa 20 ihre Hütten freiwillig geräumt, andere Verträge mit dem Umweltamt über ein befristetes Bleiberecht geschlossen. Grundlage bildet die 1994 vom Regierungspräsident in Darmstadt erlassene Verordnung über das Landschaftsschutzgebiet „Grüngürtel und Grünzüge in der Stadt Frankfurt am Main“. Die 15 Wohnhäuser, die vor mehr als 40 Jahren ohne Genehmigung im Unterfeld errichtet wurden, können stehenbleiben.

1999:
Der Mieterverein Henri-Dunant-Siedlung erhält für seine Ideen zur Streitschlichtung zwischen Jung und Alt den Ersten Preis im Wettbewerb „Räume zum Leben“ der Gemeinnützigen Wohnungsgesellschaft Hessen.
Eröffnung des „Kinderhauses Frank“ für mehrfachbehinderte Kinder; eine Einrichtung, die 1959 von Sigrid und Hans Frank in Königstein gegründet wurde und die seit 1995 vom Verein Arbeits- und Erziehungshilfe getragen wird.

seit 2000

2002:
Baubeginn für das neue „Victor-Gollancz-Haus“ an der Kurmainzer Straße. Der Neubau wird das 1967 eröffnete Altenpflegeheim an der Höchster Windthorststraße ersetzen.

2003:
Die Verlagerung der IBM-Niederlassung Frankfurt von der Niederräder Bürostadt nach Sossenheim ist beschlossene Sache. Nach Prüfung von 85 potentiellen Standorten, auch im hiesigen Umland, ist die Wahl auf den neu errichteten Bürokomplex „Central Park“ in der Wilhelm-Fay-Straße gefallen, u. a. wegen der guten Verkehrsanbindung. Insgesamt werden hier nach Abschluss des Umzugs, der in Etappen bis zum Jahr 2005 erfolgen wird, 3.000 Mitarbeiter untergebracht sein.

2004:
Eröffnung des Interkulturellen Altenhilfezentrums „Victor-Gollancz-Haus“ mit 123 Pflegeplätzen. Eine Besonderheit dieser Einrichtung ist die Wohngruppe für ältere Migranten, in der vor allem den Bedürfnissen muslimischer Bewohner Rechnung getragen wird – eine Institution, wie es sie In Deutschland bislang nur noch ein weiteres Mal (in Duisburg) gibt.
Auch das benachbarte St.-Katharinen-Wohnstift, eine Anlage mit 21 Wohnungen, wird seiner Bestimmung übergeben. Hier werden, wie in den anderen Gebäuden des St.-Katharinen- und Weißfrauenstifts, alleinstehende Frauen aufgenommen, die älter als 60 Jahre sind und deren Einkommen unter 1.500 Euro liegt.
Am 7. Juli stirbt der Satiriker und Karikaturist Chlodwig Poth (geboren 1930), der nicht nur seit 1990 in Sossenheim wohnte, sondern dem Frankfurter Stadtteil durch seine regelmäßig in der Zeitschrift „Titanic“ erscheinende Illustrationsreihe „Last Exit Sossenheim“ zu nationaler Berühmtheit verhalf.
Im November findet das Richtfest für die neue Wohnanlage an der Eltviller Straße statt. Die fünf Häuser mit insgesamt 39 Eigentumswohnungen sollen im Sommer 2005 bezugsfertig sein.
Im Dezember erfolgt das Richtfest für den Anbau des „Kinderhauses Frank“, in den im Sommer 2005 fünf schwer körperlich und geistig behinderte Jugendliche im Alter zwischen elf und 16 Jahren einziehen sollen. Damit erhält das einzige Wohnheim für schwer- und mehrfachbehinderte Kinder in Frankfurt die dringend benötigte Erweiterung.

2005:
Nachdem zuvor vier Jahre lang die Carl-Sonnenschein-Siedlung im kommunalen Projekt „Soziale Stadt“ gefördert worden war, unterstützt die Stadt Frankfurt gemeinsam mit dem Kreisverband Frankfurt der Arbeiterwohlfahrt seit Anfang des Jahres die Henri-Dunant-Siedlung. Als eine erste Maßnahme ist der Abriss des sogenannten Garagenhofes am Dunantring geplant.
Der Ortsbeirat beschließt die Benennung einer Sossenheimer Grünanlage nach dem im letzten Jahr verstorbenen Chlodwig Poth.

Chronik wird nicht fortgesetzt.