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Chronik von Sachsenhausen

Beliebte Spazierwege rund um den Goetheturm im Stadtwald (1931),  © Stadt Frankfurt am Main, Institut für Stadtgeschichte
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Frühzeit bis 1599

Nach 783:
vermutliche Zwangsansiedlung von besiegten Sachsen durch Karl den Großen.

12. Jahrhundert:
Staufische Reichsministerialen bauen in Sachsenhausen ihre Höfe (Rittergasse).
Bau einer steinernen Brücke (Alte Brücke) zwischen Frankfurt und Sachsenhausen.

Um 1190:
Kuno von Münzenberg errichtet in Sachsenhausen Kirche und Hospital, aus dem sich das Deutschordenshaus entwickelt.

1193:
Sachsenhausen wird zum ersten Mal genannt.

1221:
Die Münzenberger überlassen Spital und Kirche Kaiser Friedrich II. zu Gunsten des Deutschen Ordens.

1207/09:
Neubau der Deutschordenskirche.

1372:
Frankfurt erwirbt den Stadtwald. Zur gleichen Zeit schreibt ein Sachsenhäuser Deutschordenspriester ein Buch, das Martin Luther 1516 unter dem Titel „Ein Theologia deutsch“ zum Druck bringt.

1390:
Ummauerung Sachsenhausens im Zuge der Frankfurter Befestigung. Sachsenhausen ist ein Stadtteil von Frankfurt.

1414:
Bau der Sachsenhäuser Warte im Zuge der Frankfurter Feldbefestigung.

1490:
Bau des Kuhhirtenturms.


1600 bis 1899

1709-30:
Neubau des Deutschordenshauses durch Maximilian von Welsch.

1765:
Abbruch des Sachsenhäuser Brückenturms, 1903 nachgebildet im höchsten Rathausturm, dem "Langen Franz".

1811:
Errichtung der Affentorbauten.

1845-49:
Bau der Main-Neckar-Eisenbahnbrücke (Wilhelmsbrücke, Friedensbrücke).

1846:
Eröffnung der Main-Neckar-Eisenbahnlinie.

1848:
Eröffnung der Bahnverbindung Frankfurt-Sachsenhausen.
1864:
Anlage des Südfriedhofes.

1869:
Einweihung des Eisernen Steges.

1870:
Gründung der Binding-Brauerei.

1874:
Verkehrsübergabe der Untermainbrücke.
Eröffnung der Bahnlinie Frankfurt-Offenbach-Hanau.
Gründung der Henninger-Bierbrauerei.

1875-80:
Errichtung der Dreikönigskirche durch Dombaumeister Denzinger.

1878:
Bau des Städelschen Kunstinstituts.
Verkehrsübergabe der Obermainbrücke.

1884:
Eröffnung des Schlacht- und Viehhofs.
Einweihung der ersten elektrischen Straßenbahnlinie Deutschlands von Sachsenhausen nach Offenbach.

1895:
Eröffnung der Noordenschen Klinik (Privatkrankenhaus Sachsenhausen).


1900 bis 1949

1904:
Eröffnung der Deutschherrnmittelschule.

1907:
Paul Ehrlich entdeckt das Salvarsan. 1908 erhält er den Nobelpreis.

1908:
Eröffnung der Schillerschule (ältestes Frankfurter Mädchengymnasium).

1909:
Eröffnung der Freiherr-vom-Stein-Schule.
Die Städtische Skulpturensammlung zieht ins Liebieghaus.

1913:
Einweihung der Lucaskirche.

1923-25:
Paul Hindemith komponiert im Kuhhirtenturm.

1926:
Neubau der "Alten Brücke" eingeweiht.

1926/27:
Martin Weber errichtet die klinkerverkleidete Bonifatiuskirche.

1929:
400 Wohnungen der Heimatsiedlung werden bezogen.

1931:
Bau des 43 Meter hohen Goetheturmes, des höchsten deutschen Holzturms.

1937:
Eröffnung des Max-Planck-Instituts für Biophysik an der Forsthausstraße.

1941:
Ankauf des Louisaparks durch die Stadt.

1943/44:
Zerstörung Alt-Sachsenhausens.

1950 bis 1969

1956:
Richtfest der Lerchesberg-Siedlung.
Eröffnung des Spielparks am Goetheturm.
Am Affentorplatz wird die erste Sozialstation der Bundesrepublik errichtet.

1957:
Weihe der katholischen St.-Wendelskirche am Südfriedhof.

1958:
Eröffnung des Bundespostmuseums (heute: Museum für Kommunikation).
Enthüllung des Affenbrunnens.

1959:
Weihe der Herz-Marien-Kirche am Mühlberg.
Richtfest der Osterkirche am Riedhof.
Einweihung der islamischen Moschee an der Babenhäuser Landstraße.

1961:
Einweihung des Henningerturms.
Aufstellung des Frau-Rauscher-Brunnens.

1963:
Umbenennung der Forsthausstraße in Kennedyallee.

1964:
Verkehrsübergabe der Flößerbrücke.
Eröffnung des Hallenbades Sachsenhausen.

1965:
Eröffnung der größten Bowlingsportanlage Europas am Henninger Turm.

1968:
Eröffnung der Bundes-Pelzfachschule.
Inbetriebnahme des „Doppler-Drehfunkfeuers“ im Stadtwald.

1969:
Errichtung einer Fußgängerbrücke am Waldstadion.
Eröffnung des Airport-Hotels an der Unterschweinstiege.
Wohnbevölkerung: 59.077 Einwohner.



1970 bis 1979

1970:
Sachsenhäuser Firmen gründen die „Fördergemeinschaft Sachsenhäuser Zeil“ (Schweizer Straße).
Übergabe der „Jet-Garage“ auf dem Flughafen.

1971:
Die größte Kühlanlage Europas auf dem Flughafen in Betrieb genommen.
Einweihung des neuen Frachtzentrums auf dem Flughafen.
Auf dem „Monte Scherbelino“ beginnen die Arbeiten für die Gestaltung des Erholungsgebietes.

1972:
Erste Probefahrt der Flughafenbahn.
Eröffnung des Terminals Mitte auf dem Flughafen.
600-Jahr-Feier des Stadtwaldes und Übergabe des Erholungsparks „Monte Scherbelino“.
Das Haus des Deutschen Sports eröffnet. Es beherbergt die Stiftung Deutsche Sporthilfe sowie den Deutschen Sportbund und ist Sitz des Nationalen Olympischen Komitees.
Eröffnung des ersten Flohmarkts am Sachsenhäuser Ufer.
Fertigstellung der neuen Rinderschlachthalle auf dem Schlacht- und Viehhof.

1973:
Richtfest der Wohnbau Frankfurt am „Sonnehügel“ (Sonnenring) auf dem Sachsenhäuser Berg.
Eröffnung des Waldstadions nach dem Umbau.
Einweihung der neuen Krankenpflegeschule und Wohnheim der Universitätskliniken.
„Kommunale Galerie“ im Deutschordenshaus eröffnet.
Eröffnung des „Museums für Völkerkunde“ am Schaumainkai.

1974:
„Welt-Foto-Ausstellung“ auf dem Flughafen.
Eröffnung der Fußball-Weltmeisterschaft im Waldstadion (13. Juni).
Bocciabahn im Bürgermeister-Gräf-Haus eingeweiht.

1976:
Beginn der Bauarbeiten für den Maintunnel der U-Bahnstrecke A4 nach Sachsenhausen.
Eröffnung der humangenetischen Poliklinik.
Wohnbevölkerung: 55.046 Einwohner.

1977:
Eröffnungsfahrt des „Ebbelwoi-Express“.
Abbruch der „Alten Ölmühle“ in der Walter-Kolb-Straße.
Der zehnmillionste Fluggast auf dem Flughafen begrüßt.
Einweihung des Neubaus der Luftpostleitstelle auf dem Flughafen.

1978:
Die Vorbereitungsarbeiten für den U-Bahn-Bau beginnen, der Südbahnhof wird abgerissen.
Die Restaurierungsarbeiten an Danneckers „Ariadne auf dem Panther“ sind beendet, sie wird im Liebieghaus aufgestellt.

1979:
Erstmals in der Geschichte der Deutschordensgemeinde gehen Sternsinger durch Sachsenhausen.
Aus dem Liebieghaus wird der attische Marmorkopf einer Dienerin (4. Jahrhundert vor Christus) gestohlen.
Erster Markt der Kinder in Alt-Sachsenhausen.
An der Walter-Kolb-Straße/Ecke Dreikönigsstraße (Schellgasse) wird das zweitälteste Fachwerkhaus Deutschlands entdeckt.
An der Außenmauer der Sachsenhäuser Warte wird ein Adler aus Sandstein angebracht.


1980 bis 1989

1980:
Ladenzentrum Ziegelhüttenplatz eröffnet.
Beginn der Renovierungsarbeiten an den Häusern der Heimatsiedlung.
Der Dr.-Bockenheimer-Brunnen auf dem Oppenheimer Platz ist wieder in Betrieb.
Neues DB-Stellwerk am Südbahnhof in Betrieb genommen.
Die neue Flughafenstraße zwischen Flughafen und Waldstadion wird dem Verkehr übergeben.

1981:
Die „Alte Chirurgie“ der Universitätsklinik wird für die Hautklinik renoviert.
Fertigstellung einer neuen Poliklinik für das Zentrum der Neurochirurgie und Neurologie der Universitätsklinik.
In die U-Bahn-Tunnelbaustelle an der Untermainbrücke werden zwei mächtige Wehrkammertore eingehievt, die den U-Bahn-Tunnel nach Sachsenhausen im Ernstfall vor Überflutungen schützen.
Wiedereröffnung des Henningerturms nach umfassender Umgestaltung und Einrichtung des Brauereimuseums.
In der Universitätsklinik wurden bisher insgesamt 5.000 Herzschrittmacher implantiert.

1982:
Die Rohbauarbeiten an der U-Bahnstrecke vom Theaterplatz (heute: Willi-Brandt-Platz) zum Südbahnhof sind beendet.
Im Garten des Liebieghauses wird die Rekonstruktion der Athena-Marsyas-Gruppe des Myron aufgestellt.

1983:
Der Flohmarkt wird vom Mainufer auf das Gelände des Schlachthofes verlegt.
Abbruch der fast 100 Jahre alten Rindermarkthalle auf dem Schlachthofgelände.
Das Liebieghaus erwirbt das 30 Zentimeter hohe, gotische Alabasterrelief einer Dreifaltigkeitsgruppe, um 1430 von Hans Multscher geschaffen.

1984:
Eröffnung der neuen Schalterhalle des Postamts am Diesterwegplatz im grundlegend sanierten Gebäude.
In den ehemaligen Eiskellern der Brauerei Kempff auf dem Sachsenhäuser Berg wird ein Gastronomiezentrum mit 17 Lokalen eingerichtet.
Eröffnung des Filmmuseums und des Architekturmuseums am Schaumainkai, dem „Museumsufer“.
Im Stadtwald beginnt eine der größten Kultivierungsmaßnahmen der Nachkriegszeit: Auf einer Gesamtfläche von 92 Hektar werden über 600.000 Bäume unterschiedlicher Arten neu oder nachgepflanzt.
Inbetriebnahme der Startbahn 18 West des Flughafens.
Die U-Bahnstrecke vom Theaterplatz zum Südbahnhof wird eröffnet, der Südbahnhof wird zum Knotenpunkt öffentlicher Verkehrsmittel.
Der erste Nierensteinzertrümmerer Hessens wird in der Universitätsklinik in Betrieb genommen.
Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Sachsenhausen.
Die neue, zwei Stockwerke unter der Erde gelegene Turnhalle der Heinrich-von-Stephan-Schule in der Oppenheimer Straße wird eingeweiht.

1985:
Zwischen Louisa und Niederrad-Hardtwaldplatz wird eine neue, durch Sachsenhausen fahrende Straßenbahnlinie in Betrieb genommen.
Der Flughafen wird an das Intercitynetz der DB angeschlossen.
Im wiederaufgebauten Südbahnhof wird ein Bürgerhaus eröffnet.
32 Künstler nehmen am ersten Kunstmarkt in Alt-Sachsenhausen (Paradieshof, Große und Kleine Rittergasse) teil.
Seit 30. August findet vor dem Südbahnhof jeden Freitag Markt statt.

1988:
Das Haus Schellgasse 8 in Sachsenhausen, Frankfurts ältestes Fachwerkhaus, wird nach seiner Restaurierung durch die FAAG als Galeriegebäude eröffnet.

1990 bis 1999

1990:
Nachdem 1989 die kleinste Frankfurter katholische Gemeinde Herz-Marien aufgelöst und St. Wendel eingegliedert worden war, wird die Herz-Marien-Kirche auf dem Mühlberg den polnischen Katholiken übergeben. Die Seelsorge bleibt bei den Claretinern.
Eröffnung des Ikonenmuseums als Abteilung des Museums für Kunsthandwerk in Räumen im Deutschordenshaus, die von Oswald Mathias Ungers umgestaltet wurden.
Nach sechs Jahren auf dem Schlachthofgelände findet der Flohmarkt wieder auf dem Schaumainkai zwischen Eisernem Steg und Dürerstraße statt.
Die S-Bahn-Strecke von der Konstablerwache zum Lokalbahnhof, Südbahnhof und Stresemannallee wird eingeweiht.

1991:
Beginn des Umbaus des 1958 errichteten Bürgermeister-Gräf-Hauses im Hühnerweg zum Sozial- und Rehabilitationszentrum Süd mit 180 Wohn- und Pflegeplätzen, Beschäftigungstherapie, Krankengymnastik und medizinischem Badebetrieb und mit einer angeschlossenen Altenwohnanlage sowie Tagespflege und Beratungsstelle für mobile soziale Dienste.
Einweihung des von Gustav Peichel entworfenen Erweiterungsbaus des Städelschen Kunstinstituts.
Einweihung des Holbeinstegs über den Main zwischen der Windmühlstraße und der Holbeinstraße neben dem Städel. Der Steg ist eine Fußgängerbrücke als erdverankerte Hängebrücke.

1992:
Einweihung der S-Bahn-Strecke bis zur Station Mühlberg.
Eröffnung des vom Architektenbüro Bernd Lange entworfenen privaten Alten- und Pflegeheims Darmstädter Landstraße 106 (Seniorenzentrum am Goetheturm). Es ist Teil der Bebauung des Geländes zwischen Darmstädter Landstraße und Grethenweg, wo nach dem Scheitern des geplanten "Frankfurt Trade Center" das Konzept des Dortmunder Städteplaners Prof. Zlonicky verwirklicht wird.
Gründung des Fördervereins Neues Alt-Sachsenhausen.

1993:
Da sich in den 80er Jahren gezeigt hatte, daß das Stahlskelett des Eisernen Stegs vom Rost angefressen war und der Rost den Belag nach oben drückte, wird zwischen Februar 1992 und Februar 1993 eine umfassende Sanierung durchgeführt. Der Überbau wird von Schwimmkränen abmontiert und seine Außenteile auf eine Arbeitsbühne abtransportiert. Gleichzeitig erhalten die beiden Treppenaufgänge Aufzüge.
Der Schlachthof stellt seinen Betrieb ein.
Sachsenhausen feiert seine urkundliche Ersterwähnung vor 800 Jahren.

1994:
Das Bürgerbegehren gegen die Schließung des Schlachthofs scheitert vor dem hessischen Verwaltungsgerichtshof.
Dank der Spende eines Frankfurters erhält das Brückenkreuz der Alten Brücke einen neuen "Brickegickel", nachdem der vorige vor zwei Jahren gestohlen worden war. Den neuen vergoldeten Bronzehahn, der an die Sage von der Entstehung der Alten Brücke erinnert, schuf Edwin Höller nach dem im Historischen Museum befindlichen Brickegickel von 1750.

1995:
Das vom katholischen Verein Jugendberatung und Jugendhilfe seit 1978 betriebene Eschenbachhaus in Sachsenhausen, ein Rehabilitationshaus für ehemalige Suchtkranke, dient, da der Bedarf an einer "therapeutischen Nachsorge-Wohngemeinschaft" zurückgegangen ist, zur Betreuung aidskranker Methadonpatienten.
Das Völkerkundemuseum erhält die beiden Villen Schaumainkai 35 und 37 als Erweiterung.
Baubeginn des Deutschherrnviertels auf dem 120.000 qm großen Gelände des vormaligen Schlachthofs als erstes neues Städteprojekt "Wohnen und Arbeiten am Fluss" für 3.000 Bewohner und 1.000 Beschäftigte. Der Schlachthof, der erst vor fünf Jahren modernisiert worden war, wird abgerissen.
Eröffnung der S-Bahnstrecke von der Station Mühlberg nach Offenbach und weiter nach Hanau.
Die AEG gibt ihre Frankfurter Zentrale auf.
Die Affentorhäuser werden von der Saalbau GmbH an das St. Katharinen- und Weissfrauenstift verkauft, dass sie dem Deutschordens-Hospitalwerk zur Obdachlosenversorgung überlässt.

1996:
Die Straßenbahnlinie 16 führt nicht mehr bis zur Stadtmitte Offenbach, sondern endet an der Stadtgrenze.
Eröffnung des neuen Alten- und Pflegeheims Marthahaus mit 81 Einzelzimmern und 15 Altenwohnungen gegenüber dem Altbau am Rande des Museumsparks, entworfen vom Architektenbüro Walter.

1997:
Beim Zusammenstoß zweier Güterzüge am Südbahnhof brennt ein Tankwaggon mit 85.000 l Superbenzin aus. Ein Großeinsatz der Feuerwehr verhindert eine Katastrophe.
Eröffnung der S-Bahn-Strecke zwischen Frankfurt (Station Stresemannallee) und Darmstadt.
Der Allianz-Konzern beschließt, das AEG-Hochhaus an der Friedensbrücke abzureißen und einen Neubau zu errichten.
Wiedereröffnung des Henninger-Turms nach mehr als einem Jahr Umbau.

1998:
Nach Umzug der Elektrofirma Schoeller werden die alten Fabrikgebäude an der Mörfelder Landstraße abgerissen, an deren Stelle Eigentumswohnungen und Büros entstehen.
Nach Verkauf des während des Ersten Weltkriegs gebauten repräsentativen Postgebäudes am Diesterwegplatz gegenüber dem Südbahnhof wird die darin befindliche Postfiliale umgebaut und verkleinert. Andere Räume darin werden vom Goethe-Institut bezogen.
Ostergemeinde und Lukasgemeinde schließen sich zur Ev. Maria-Magdalena-Gemeinde zusammen. Die Lukaskirche erhält eine neue Orgel. Auch Südgemeinde, Berggemeinde und Dreikönigsgemeinde vereinen sich.

1999:
Feierliche Einweihung der Aula der Freiherr-vom-Stein-Schule nach Umbau und Renovierung.
Nach Abschluss der Renovierungsarbeiten präsentiert das Städelsche Kunstinstitut nebst der Städtischen Galerie seine Sammlungen neu. Angegliedert sind ein Restaurant („Holbein’s“) und Räumlichkeiten für gesellige Anlässe.




2000 bis heute

2000:
Das Museum für Kunsthandwerk wird - nach einem Umbau - als Museum für Angewandte Kunst wiedereröffnet. Neu eröffnet wird darin auch das Restaurant unter dem Namen "Emma Metzler".
Die Stadt initiiert den Farbleitplan für Alt-Sachsenhausen; er sieht 18 Farbtöne vor, die dem Viertel ein harmonisches Erscheinungsbild verleihen sollen.
Die Obermainbrücke wird nach dem vor kurzem verstorbenen Vorsitzenden des Zentralrats der Juden in Deutschland und Vorsitzenden der Jüdischen Gemeinde Frankfurt, in Ignatz-Bubis-Brücke umbenannt.
Das vom Frankfurter Unternehmer Carlo Giersch für Werke von Malern des 19. und 20. Jahrhunderts aus der Rhein-Main-Gegend gestifteten "Haus Giersch - Museum regionaler Kunst" wird im Haus Schaumainkai 83 eröffnet.
Die historische Goetheruhe, ein kleiner Hügel unweit des heutigen Goetheturms, wo von 1877 bis 1920 bereits ein Holzturm stand, wird als Projekt der Regionalpark Südwest GmbH im Rahmen des Grüngürtels zu einem Aussichtspunkt neu gestaltet. Ihn schmückt eine vom schottischen Künstler Ian Hamilton Finlay geschaffene liegende dorische Säule aus Sandstein.

2001:
Grundsteinlegung der "Mainterrassen" am Theodor-Stern-Kai, wo sieben Wohnsolitäre und ein Bürogebäude mit Blick auf die Frankfurter Skyline, gebaut von der FAAG und der Realgrund Projektgesellschaft Mainterrassen mbH Ulm, entstehen.
Die gemeinnützige GmbH Mainkrokodile, die zur Zeit 91 behinderte und nichtbehinderte Kinder und Jugendliche im Alter von 1 bis 14 Jahren integrativ betreut, bezieht mit einer Krabbelstube und einer altersgemischten Gruppe sowie mit dem Fahrdienst und der Geschäftsstelle neue Räume in der Diesterwegstraße 18 a.
Die Stadtverordneten beschließen ein Förderprogramm für Alt-Sachsenhausen: Zukünftig werden die Instandsetzung, Erweiterung und der Neubau von Mietwohnungen und die Umwandlung von Gaststätten in Wohnungen oder nicht-ruhestörendes Gewerbe mit einem zwanzigprozentigen Zuschuss unterstützt.
Die in Folge des großen Ansturms von Ausflüglern und des lediglich behelfsmäßigen Charakters notwendige Umgestaltung des Parkplatzes am Goetheturm an der Kreuzung von Sachsenhäuser Landwehrweg und Wendelsweg wird ausgeführt.

2002:
Erster Spatenstich für ein neues Zentrum für Stammzelltransplantation am Zentrum für Kinderheilkunde des Universitätsklinikums (geplante Fertigstellung: Herbst 2004).
Das nach Plänen des Grünflächenamtes seit 1998 neu gestaltete Deutschherrnufer ist vollendet.
Das neue Verwaltungs- und Dienstleistungszentrum der Allianz-Versicherung am Theodor-Stern-Kai wird bezogen. Durch Auffüllung der Uferzone wird der davorliegende Tiefkai verbreitert und zur Promenade ausgebaut (geplante Fertigstellung: 2003).
In den Räumen des Bildungszentrums Hermann Hesse am Hainer Weg wird die russische Samstagsschule „Slowo“ eingerichtet.
Fertigstellung eines Institutsgebäudes für den Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik in der Stresemannallee.

2003:
An der Mörfelder Landstraße entsteht im Auftrag des Vereins „Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung“ ein Förder- und Freizeitzentrum.
Anstelle des 2002 abgerissenen Bunkers in der Schifferstraße ist das Gebäudeensemble „Wohnen im Park“ entstanden.
Erweiterung des Verwaltungsgebäudes des Deutschen Fußballbundes sowie Neugestaltung der dazugehörigen Freianlagen in der Otto-Fleck-Schneise.
Der steigenden Nachfrage nach Zweibettzimmern mit integrierter Nasszelle kommt das Haus der Jugend durch den Ausbau des Daches und einen Anbau westlich des Hauptgebäudes nach.
Die an der Gartenstraße ansässige „Schule für Kranke“ wird in „Heinrich-Hoffmann-Schule“ umbenannt.
Eröffnung eines Parkhauses mit 1.000 Stellplätzen am Universitätsklinikum.
Im Juli verlässt die letzte Straßenbahn das denkmalgeschützte Depot; die Stadt schreibt einen Ideenwettbewerb für die künftige städtebauliche Nutzung des Gebäudes und seiner Umgebung aus.
Studenten besetzen vorübergehend das bereits über zehn Jahre leerstehende Hotel Mühlberg.
Die Agentur Ogilvy & Mather zieht innerhalb Sachsenhausens vom Hainer Weg in die Darmstädter Landstraße 112.

2004:
Anfang des Jahres Baubeginn für die „Villa Kennedy“, ein Fünf-Sterne-Plus-Hotel auf dem Grundstück der denkmalgeschützten Villa Speyer, die nach ihrer Renovierung als Eingangs- und Tagungsgebäude in den Komplex einbezogen werden wird (geplante Fertigstellung: Frühjahr 2006).
Die neu gestaltete Dauerausstellung des Museums für Kommunikation wird mit einem Fest eröffnet.
Das Textorbad wird wegen baulicher Mängel geschlossen; an seiner Stelle soll ein Seniorenstift mit Pflegestation errichtet werden (geplanter Baubeginn: Frühjahr 2006).
Nach mehr als zweijährigem Stillstand wegen der Krise auf dem Immobilienmarkt sind die Bauarbeiten für das Bürogebäude „Maintriangel“ am östlichen Ende des Deutschherrnviertels wieder aufgenommen worden (geplante Fertigstellung: 2006).
Schließung des zur Frankfurter Diakoniekliniken GmbH gehörenden Mühlberg-Krankenhauses am 31. Juli; die künftige Nutzung des Hauses ist noch offen.
Der Limburger Bischof Kamphaus segnet die neuen Räume der Frauenberatung der Caritas in den Affentorhäusern.
Mit der neu initiierten Spendenaktion „Ich will die Villa“ des Museums für Angewandte Kunst soll Geld für Renovierung und Umbau der Villa Metzler gesammelt werden (geplanter Baubeginn: 2006).
Die Deutschherrnschule feiert ihren 100. Geburtstag.
Am Universitätsklinikum wird ein neues Hörsaalgebäude eingeweiht.
Das Kollegium der Heinrich-von-Stephan-Schule wehrt sich gegen die drohende Schließung der Berufsschule.

2005:
Baubeginn auf dem letzten noch freien Areal des Deutschherrnviertels: Das Projekt „Little SoHo“ wird aus 13 Wohn- und Geschäftshäusern, einem Hotel und einem Bürogebäude bestehen.
In der Brückenstraße 36 eröffnet die erste libanesische Bäckerei und Rösterei Frankfurts.
Der Frankensteiner Hof, bis 2001 Sitz des Stadtentwässerungsamtes, soll nach dem Willen der Stadt saniert und als Standort des Sozialrathauses Sachsenhausen hergerichtet werden; zusätzlich soll noch ein neues Wohngebäude auf dem Grundstück errichtet werden (geplante Fertigstellung: Mitte 2007).
Das unter Denkmalschutz stehende Ensemble „Haus der Elektrotechnik“ in der Stresemannallee soll nach dem Umzug der dort residierenden Verbände saniert und durch zusätzliche Bauten ergänzt werden.
Richtfest am Neubau der Feuerwache 6 in der Mörfelder Landstraße (geplante Fertigstellung: Sommer 2006).
Umzug der Frankfurter Rundschau aus ihrem Stammsitz in der Großen Eschenheimer Straße in das Colosseo im Deutschherrnviertel.
Im Zusammenhang mit dem sukzessive realisierten Beleuchtungskonzept für das gesamte Flussufer und die Mainbrücken wird die neue Illumination des Eisernen Steges in Betrieb genommen.
Mit dem Fußball-Länderspiel Deutschland gegen Australien am 15. Juni wird nach rund dreijährigem Umbau das komplett modernisierte und mit einer Faltdachkonstruktion ausgestattete Waldstadion als „Commerzbank-Arena“ feierlich eröffnet.
Die Straßenverkehrsbehörde gibt die veränderte Verkehrsführung des Kreisels am Schweizer Platz frei.
In Public-Private-Partnership gründen die Stadt Frankfurt und der Fischer-Verlag die Kinderkrippe „Kleine Fische“.
Zwanzigjähriges Jubiläum für das „Lesecafé“ in der Diesterwegstraße.
Mit einem Gottesdienst wird die Jugendkirche „Jona“ in der umgebauten Kirche St. Bonifatius eröffnet.
Das neue Forschungs- und Laborgebäude des Universitätsklinikums wird seiner Bestimmung übergeben.
Mit den Abrissarbeiten auf dem 11 Hektar großen Areal der ehemaligen Henninger-Brauerei wird begonnen; nach den Plänen des Frankfurter Architekten Jochem Jourdan soll rund um den Henninger Turm ein neues Quartier mit rund 700 Wohnungen im Stile einer Gartenstadt entstehen; strittige Punkte sind in diesem Konzept der Umbau des denkmalgeschützten Henninger Turms und das daneben geplante Bürohochhaus.
Im Zusammenhang mit der Stadterneuerung Alt-Sachsenhausens ist ein neues Bauvorhaben genehmigt worden: Auf einem bisher brachliegenden Areal in der Großen Rittergasse werden Eigentumswohnungen für gehobene Ansprüche realisiert.
Der bisher unbefestigte Carl-von-Noorden-Platz soll durch Pflasterung, Grünflächen und ein Beleuchtungskonzept gestaltet werden (geplante Fertigstellung: Sommer 2006).
Im ehemaligen Hotel Mühlberg in der Offenbacher Landstraße eröffnet das Hotel „Cult“.

Chronik wird nicht fortgesetzt.