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Das Stadtschreiberarchiv

Blick in das Archiv © Kulturgesellschaft Bergen-Enkheim mbH
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Die Gründung des Stadtschreiberarchivs im Jahre 2009 ist dem glücklichen Zusammentreffen von Zufällen zu verdanken:

  • Die Buchhändlerin Monika Steinkopf erkannte die Notwendigkeit, das literarische Gedächtnis Bergen-Enkheims durch ein Archiv zu stützen und es gelang ihr, die Kulturgesellschaft von dieser Idee zu überzeugen.
  • Klaus Roland, ein Berger Bürger, bot seine Sammlung mit mehr als 2.000 hervorragend erhaltenen Werken von Stadtschreibern und über die Stadtschreiber der Kulturgesellschaft als Schenkung an, unter der Voraussetzung, dass sie aufgestellt und erschlossen wird.
  • Das Kulturdezernat der Stadt Frankfurt gewährte eine kleine Anschubfinanzierung.
  • Für einen Tag pro Woche stand fachliches Know-how zur Verfügung.

Zwei Räume der Kulturgesellschaft wurden zum Teil mit entsorgten Regalen der Stadtbücherei ausgestattet und beherbergen jetzt das Archiv. Zum Gründungsbestand gehörten, außer der Sammlung Roland:

  • Leitzordner, Tüten und Kartons mit ungeordneten Zeitungsausschnitten, Fotos, Manuskripten und Tondokumenten aus dem Nachlass von Franz Joseph Schneider, dem Initiator des Stadtschreiberpreises, und von der Berger Bücherstube

Widmung von Peter Kurzeck für Ammes Schneider
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  • die ca. 500 Titel umfassende Stadtschreiberbibliothek des Ehepaars Schneider mit zahlreichen Widmungsexemplaren,


  • unzählige Aktenordner der Kulturgesellschaft, nicht nur die, auf deren Rücken "Stadtschreiber" stand,


  • Dokumente von Alfred Schubert, der 1974 für die politische Durchsetzung des Preises sorgte, und von Paul Reisen, dem inzwischen verstorbenen Jurymitglied der ersten Stunde.

Im Laufe der Jahre kamen weitere Schenkungen hinzu, u.a. aus dem Nachlass des verstorbenen Stadtschreibers Heinz Czechowski. Auch einige lebende Stadtschreiber haben sich mit signierten Büchern am Archivaufbau beteiligt.
Die Sammlung reicht von einem wertvollen Gedichtmanuskript von Wolfgang Koeppen über handschriftliche Korrespondenz, seltene Erstausgaben, bibliophile Ausgaben, rd. 5.500 einzeln erfasste Artikel und Beiträge aus Zeitungen und Fachzeitschriften (Stand Jan. 2016), Tonaufzeichnungen (u.a. von den Stadtschreiberfesten) und Filme bis zu Weinflaschen mit dem Etikett „Stadtschreiberwein“ oder einem Äbbelwoi-Deckel, den eine Verehrerin für Uwe Timm schnitzte.
Die Materialien werden fachgerecht in einer Datenbank erfasst (ADLIB Bibliothek Basis). Besonders die Artikelsammlung wird konsequent aktualisiert, auch unter intensiver Nutzung des Internets. Lücken in der Bibliothek und Neuerscheinungen werden ergänzt, soweit die finanziellen Möglichkeiten es zulassen. Spenden sind natürlich sehr willkommen.
Das Archiv steht nach Voranmeldung für die Benutzung zur Verfügung. Zurzeit sind Katalogrecherchen nur an einem PC vor Ort möglich, der externe Onlinezugriff auf die Daten ist weiterhin geplant. Das gilt auch für eine Teilnahme an der Deutschen Digitalen Bibliothek.
Telefonische oder E-Mail-Anfragen werden jederzeit gerne beantwortet.

Kontakt:
Tel.: +49 (0)69 212 41241
E-Mail: stadtschreiber.kulturgesellschaft@stadt-frankfurt.de