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Männergesundheit - Wie bleibt Man(n) gesund....

Es gibt, wie schon immer vermutet wurde, auch in der Gesundheit Unterschiede zwischen Männern und Frauen. Einer, der unmittelbar ins Auge fällt: Männer reden weniger über Gesundheit. Vielleicht, weil sie zu wenig darüber wissen. Oder weil es nach wie vor nicht zu ihrem Selbstbild passt.

Das sogenannte "starke Geschlecht" hat eine Lebenserwartung, die statistisch gesehen, mehr als 5 Jahre unter der von Frauen liegt.

Im Gegensatz zu Frauenkrankheiten, die von weitreichenden Forschungen, Früherkennungsprojekten und Vorsorgeaktionen begleitet sind, werden typische Männerkrankheiten noch zu häufig tabuisiert. Auch die Forschung zur Männergesundheit und Gesundheitsinformationen für Männer stecken noch in den Anfängen. Erst viele Jahre nach Berichten zur Frauengesundheit erschien in Deutschland Ende 2010 ein erster Männergesundheitsbericht. Auch hier zeigte sich, dass viele Krankheiten bei Männern deutlich häufiger und oft auch viel früher im Lebenszyklus als bei Frauen auftreten.

Internationale Beobachtungen, nach denen sich die Gesundheit bei Männern ab dem 40. Lebensjahr stetig verschlechtert, treffen auch für Deutschland zu. Dafür gibt es nicht nur hormonelle oder genetisch bedingte Erklärungsansätze.

Lebensstil und Vorsorge

Es ist auch der Lebensstil und das Verhalten, an dem man etwas ändern kann. Riskante Lebensweisen (Rauchen, Alkohol, problematisches Essverhalten und anderes mehr) führen zu Fettleibigkeit und einem gesteigertem Risiko für Herzkreislaufkrankheiten.

Ebenso können Arbeit und Arbeitsbedingungen gravierende Auswirkungen auf die Gesundheit von Männern haben. Im Erwerbsleben haben Männer in manchen Branchen besondere Gesundheitsrisiken. Auch Arbeitslosigkeit gilt als Gesundheitsrisiko, das zeigt sich immer wieder auch in persönlichen Einschätzungen und Befragungen.

Auch gehen Männer deutlich seltener zu empfohlenen Vorsorgeuntersuchungen. Welche das sind, finden Sie im Link zum Bundesministerium für Gesundheit. Zu spezifischen Störungen bei Männern gehören Erkrankungen der Prostata oder auch Sexualstörungen. All diese Phänomene sind für Männer sehr häufig mit Leistungs- und Ansehensverlust assoziiert.
Psychische Erkrankungen, die im Steigen begriffen sind, nahmen bei Männern zwischen 1994 und 2003 um 82% zu (bei Frauen um 57%).

Fazit

Den Stand zur Männergesundheit, den auch der erwähnte Männergesundheitsbericht formuliert, könnte man also zusammenfassen: Männer müssen sich mehr eigenverantwortlich und selbstkritisch um ihre Gesundheit kümmern. Und sie brauchen Hilfe, um Erwartungen an sich selbst realistischer entwickeln zu können, bestehende Vorstellungen von Gesundheit unter Umständen zu korrigieren und Krankheit nicht als persönliches Versagen zu empfinden.

Beine © Joujou  / pixelio.de

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